Jugendlehrwartin Büddefeld: Attraktivität und Trainingsqualität steigern

Der Süden hat seine regionale Trainingsgruppe: hier mit Trainer Marco Specht (links) und Spieler Marek Daume. Archivfoto:  zpd/nh

Frankenberg. Die Konkurrenz durch andere Sportarten, Schule und überhaupt ein geändertes Freizeitverhalten sind Gründe, warum auch im Tischtennis über Nachwuchsmangel geklagt wird. Über die Situation im Kreis Waldeck-Frankenberg sprachen wir mit Marlen Büddefeld aus Helsen. Sie ist Kreisjugendlehrwartin und kümmert sich auch um die Förderung des Nachwuchses.

„Letztlich geht es darum, dass die Kinder mit Spaß und Freude Tischtennis spielen. Wenn wir vermitteln können, dass es aus der Sicht der Kinder in ist Tischtennis zu spielen, haben wir viel erreicht“, sagt die 29-Jährige.

Gehen - wie in anderen Sportarten auch - die Mannschaftszahlen bei Schülern und Jugend zurück?

Büddefeld: Ja, in den letzten Jahren haben die Mannschaftszahlen im Nachwuchsbereich abgenommen. Hier gibt es eine Vielzahl an Gründen. Der Tischtennissport zählt in unserer Gesellschaft eher zu Randsportarten. Hier sehe ich die Aufgabe darin, den Sport attraktiv zu gestalten.

Was können die Verantwortlichen im Kreis tun, um gegenzusteuern?

Büddefeld: Auch hier gibt es verschiedene Ansätze: Für die Akquirierung neuer Spieler haben die Minimeisterschaften einen besonderen Stellenwert. Seit diesem Jahr wird durch den Jugendausschuss flächendeckend in Schulen dafür geworben.

Wie muss das Training im Verein sein, um den Nachwuchs zu begeistern?

Büddefeld: Eine abwechslungsreiche und herausfordernde Trainingsgestaltung spielt eine wichtige Rolle. Durch die regionale Trainingsgruppe, die der Kreis Waldeck-Frankenberg ins Leben gerufen hat, werden nicht nur Nachwuchsspieler zum Training eingeladen, sondern auch Trainer und Betreuer, die das Geschehen verfolgen und mit den Trainern ins Gespräch kommen können. So lassen sich Anregungen und Ideen für die eigene Trainingsgestaltung mit in den Verein tragen.

Ist diese neue Trainingsgruppe ein probates Mittel, um mehr Nachwuchs zu finden?

Büddefeld: Ja, auf jeden Fall. Mit der Trainingsgruppe soll in erster Linie Nachwuchs gebunden werden. So wie bei Kreisleistungszentren geht es hier um die Förderung der Spieler aus dem Kreis. An sich hat sich nur die Begrifflichkeit geändert.

Warum schaffen es aus dem Kreis in den letzten Jahren - wenn überhaupt - nur sehr wenige Talente, sich erfolgreich auf Bezirksebene zu behaupten oder sich gar bis in die hessische Spitze zu spielen?

Büddefeld: Auch das hat verschiedene Gründe. Natürlich beginnt die Förderung von Talenten im eigenen Verein. Das ist der Hauptknackpunkt: in der Art und Weise wie die Jugendarbeit dort stattfindet. Und dies steht und fällt mit engagierten Menschen, die sich hierfür Zeit nehmen und bereit sind, ihre Tischtenniserfahrungen weitergeben zu können und zu wollen.

Um in höheren Spielklassen erfolgreich zu sein, kommt es ganz stark auf die Qualität des Trainingsangebotes an. Geht es nur darum, den Ball immer von der einen auf die andere Tischhälfte zu kicken, oder folgt das Training einem systematischen und leistungsorientierten Aufbau? Ich bin der Meinung, dass hierin der Schlüssel zum Erfolg liegt.

Das komplette Interview lesen Sie in der HNA Frankenberger Allgemeine.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.