Tischtennis-Nachwuchs vertritt die Region

Jugendlich und schon so erfolgreich

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Erfolgreiches Quartett: Die Elgershäuserinnen Melanie Schinköthe (von links), Shalisar Hoßfeld, Shirin Hoßfeld und Tiziana Oliv. Fotos: Andreas Fischer

Es ist nicht alltäglich, dass heimische Tischtennis-Jugendmannschaften in den Hessenligen mitmischen. So wie die Mädchen U18 des TTC Elgershausen und die Jungen U18 von Eintracht Baunatal als höchstklassige Nachwuchsteams der Region.

VON WOLFGANG BAUSCHER

Baunatal/Schauenburg –Es ist nicht alltäglich, dass heimische Tischtennis-Jugendmannschaften in den Hessenligen mitmischen. Derzeit aber vertreten die Mädchen U 18 des TTC Elgershausen und die Jungen U 18 vom GSV Eintracht Baunatal die Region als höchstklassige Nachwuchsmannschaften. Wir stellen sie vor.

TTC Elgershausen

Heute Abend in Heuchelheim bei Gießen, morgen um 14 Uhr in der Großenritter Schulturnhalle gegen Biebrich und am Sonntag in Merkenbach im Lahn-Dill-Kreis – die Elgershäuser U18-Mädchen sind im Dauereinsatz. Doch den Stress nimmt der TTC gern auf sich. Schließlich winkt dem Tabellendritten noch Platz zwei und im günstigsten, wenngleich unwahrscheinlichen Fall, sogar der Titel. Damit verbunden wäre die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Werden die Elgershäuser Zweiter, dürfen sie in der kommenden Saison in der Damen-Verbandsliga starten.

Wie aber kam es zum Aufbau des Teams? „Vor etwa fünf Jahren dachte ich, wir bräuchten mal eine Mädchenmannschaft“, sagt Guido Oliv. Der Vorsitzende warb damals um junge Spielerinnen. „Wir haben dazu einen Girls-Day veranstaltet und machen das auch heute noch“, sagt er. Die Spielerinnen von heute – Shirin Hoßfeld, eine moderne Abwehrspezialistin, Melanie Schinköthe, Shalisar Hoßfeld und die auch im Para-Bereich erfolgreiche Tiziana Oliv – sind zwischen 14 und 16 Jahre alt. Außer Schinköthe, die aus Naumburg kam, sind sie Eigengewächse des TTC. Anfangs war noch Josephine Holtappels dabei, zog aber inzwischen weg.

„Die Mädchen fühlen sich hier wohl und sind zusammengewachsen, nachdem sie früher bei den Jungen mitspielen mussten“, sagt Oliv und ergänzt: „Sie sind eben anders als die Jungs. Man muss sie vor dem Spiel in der Kabine erst mal fünf Minuten schwätzen lassen.“

GSV Eintracht Baunatal

Der GSV stellt eine extrem junge Mannschaft. „Das Durchschnittsalter war in der Vorrunde bei etwa zwölf Jahren. Nach einem Wechsel liegt es jetzt leicht darüber. Wir spielen zwar Jugend, aber nur ein Spieler ist nicht im Schüleralter“, sagt Jugendwart Helmut Kramm. Ursprünglich wollte die Eintracht in der Schüler-Hessenliga starten. „Die Jungs wären dafür aber zu gut gewesen und haben in der höheren Liga mehr erreicht als erhofft.“ Vor dem Heimspiel gegen Offenbach am 7. März sind sie Sechster. „Hätte nicht Marlon Ringsleben mit einer Verletzung oft gefehlt, hätten wir um Rang drei mitgespielt“, sagt Kramm.

Starkes Quintett: Tom Küllmer (von links), Marlon Ringsleben, Lennart Reh, Elias Eilert und Giuliano Rogaia trumpfen für die Eintracht auf.

Mit Ringsleben, Tom Küllmer und dem für Moritz Klippert gekommenen Elias Eilert sind drei im Verein groß Gewordene dabei. Giuliano Rogaia ist von der SVH Kassel ausgeliehen, Lennart Reh kommt aus Eschwege. Erfolgreich sind die Spieler auch individuell. Rogaia wurde Kreismeister bei den Herren B und C, Küllmer bei den Jungen 18. Das Ziel ist es, sich im Nachwuchsbereich als Hessenligist zu etablieren. „Wenn nicht bei der U 18, zumindest bei den Schülern“, sagt Kramm. Der GSV ist auch in den Bezirksoberligen Jugend und Schüler vertreten. Neun von zwölf Jungen sind im Landesleistungskader. Was den GSV stark macht? „Die Leute kommen gern, weil wir gutes Training anbieten“, sagt Kramm mit Verweis auf Vladimir Kaprov, der auch das TTC-Quartett trainiert, und Diana Tschunichin.

Mit den Anstrengungen um den Nachwuchs ist eine Hoffnung verknüpft: „Es wäre schön, wenn der ein oder andere für den Seniorenbereich erhalten bliebe.“ Zunächst aber gilt es, das Abenteuer Hessenliga auch in den letzten vier Partien zu bestehen.

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