Jung und Alt lassen Bälle fliegen

Tischtennis: Hochkarätige Turniere bei der SVH Kassel und beim SC Niestetal

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Topspin: Die Niestetaler Lokalmatadorin Sophia Klee.

Kassel. Zwei hochkarätige Tischtennis-Turniere fanden über das Pfingstwochenende in der Region statt: Erstmals war es der SVH Kassel geglückt, die Deutschen Seniorenmeisterschaften nach Kassel zu holen.

Parallel dazu hatte der SC Niestetal zu einem Internationalen Turnier nach Sandershausen geladen.

469 Senioren ab 39 Jahren ermittelten in sieben Altersklassen ihre deutschen Meister in der Aueparkhalle. Neben den Einzel- und Doppel-Wettbewerben wurde ein Mixed-Turnier angeboten.

Mit 75 noch am Ball: Der Berliner Uwe Wienprecht.

Zahlreiche ehemalige Bundesliga-Spieler hatten den Weg nach Kassel gefunden. Unter ihnen Hans-Jürgen Fischer. Im Einzel galt der Spieler der TG 1860 Obertshausen als Favorit und wurde dieser Rolle beim klaren 3:0-Erfolg gegen den Murnauer Berthold Pilsl gerecht. Doch darüber hinaus gelang dem Senior der Klasse 50 Außergewöhnliches: Im Doppel siegte er mit Reinhold Kessel vom TTC Höchst/Nidder an seiner Seite und auch im Mixed mit Cornelia Bienstadt (TTC Langen) war er nicht zu schlagen. „Im Einzel hatte ich das Ziel zu gewinnen, dass die anderen Titel geklappt haben, war überraschend und freut mich sehr“, jubelte Fischer.

Ebenfalls souverän war die Leistung von Uwe Wienprecht (Hertha BSC). In seinem ersten Jahr bei den Senioren 75 siegte er im Einzel und im Doppel mit dem Eberswalder Siegfried Lemke an seiner Seite. Im Mixed-Finale musste sich der Senioren-70-Weltmeister des vergangenen Jahres an der Seite von Ellen Haak (Kieler TTK) dem Duo Doris Diekmann (ESV Lüneburg) und Klaus Kreisel (Polizei SV Eutin) geschlagen geben.

Aus heimischer Sicht stach das Ergebnis der Seniorinnen 40 im Doppel hervor: An der Seite von Velitchka Wais (VfL Oker) spielte sich Denise Kleinert (TSV Heiligenrode) zum Titelgewinn. Katja Heidelbach von der Kasseler Spielvereinigung Auedamm erreichte zusammen mit der Walldorferin Silke Cezanne den Bronzerang.

1040 Spieler aus Ägypten, China, Dänemark, Japan, Russland, der Slowakei und natürlich Deutschland waren in Sandershausen zu Gast. Als Favoritin bei der Elite der Frauen trat Oxana Fadeeva an und wurde ihrer Rolle gerecht. Die Doppel-Europameisterin von 2010 setzte sich im Finale gegen die Bundesliga-Spielerin Tetyana Maksimenko durch. Die Niestetalerinnen Ekaterina Moor und Sophia Klee waren im Viertelfinale gescheitert. Keinen Zweifel an seinem Erfolg ließ Thomas Keinath (Fulda-Maberzell) aufkommen. Der Weltranglisten-51. von 2012 und Doppel-Europameisterschafts-Dritte von 2000 nutzte die Gelegenheit, um sich in Sandershausen auf die Nigeria Open, die am Donnerstag beginnen, vorzubereiten: „Mir war es wichtig, vor dem Turnier noch einmal Spielpraxis sammeln zu können“, sagte Keinath.

Marco Hilgenberg (SVH) musste sich im Halbfinale Balazs Hutter (Süchteln) geschlagen geben. Auch die anderen heimischen Spieler machten ihre Sache gut: Mit Florian Bierwirth (Jugend A) und Tom Schmidt (U22) triumphierte ein Duo der SVH Kassel im Einzel. Über Heimsiege durften sich die Niestetaler Julia Heidelbach in der B-Jugend und Leon Graf in der Schüler-C-Wertung freuen.

Im Doppel bewies Bierwirth mit Dennis Tschunichin (Eintracht Baunatal) seine Klasse und siegte in der A-Jugend. Mit Gabriele Bischoff und Jutta Happe gewann ein Duo des FT Kassel-Niederzwehren das Doppel in der Klasse bis 1500 Punkte. Insgesamt 205 Vereine entsendeten Teilnehmer.

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