Kaszubas Sieg macht Mut

Oberliga: Besse im Derby beim SVH Kassel chancenlos

Behielt diesmal die Nerven: Besses Mateusz Kaszuba, der im Zweierduell gegen den Harleshäuser Tom Schmidt mit 3:2 die Oberhand behielt. Foto: Kasiewicz

Kassel. Im Nordhessen-Derby der Tischtennis-Oberliga kam der TSV Besse bei der SVH nicht um eine 3:9-Niederlage herum. Der Tabellenzweite wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht.

Damit bleiben die Kassler, punktgleich mit Halbzeitmeister TuS Kriftel, auf Aufstiegskurs.

Offene Duelle sahen die Zuschauer in der Harleshäuser Sporthalle nur im Spitzenpaarkreuz. Dort war Petr Wasik zwar diesmal mit 0:3 (6:11, 7:11, 7:11) seinem tschechischen Landsmann Jan Urbanek unterlegen, konnte aber zuvor mit einem 3:2 (11:7, 6:11, 7:11, 11:5, 12:10)-Sieg über Tom Schmidt für sein Sextett zum zwischenzeitlichen 2:2 ausgleichen. Auch schon im Doppel hatte Wasik mit Peter Beck mit 3:2-Sätzen gegen Niklas Hilgenberg/Bierwirth das bessere Ende, auch wenn dieser ERfolg nach einemt 17:15 im entscheidenden Durchgang etwas glücklich war.

Zu den positiven Aspekten aus Besser Sicht zählt die deutliche Leistungssteigerung von Mateusz Kaszuba. Der als nervenschwache geltende polnische Angriffsspieler musste sich zwar im ersten Spitzeneinzel mit 2:3 (11:7, 4:11, 18:20, 11:7, 3:11) gegen Top-Akteur Jan Urbanek geschlagen geben, sprang dann aber im Zweierduell (endlich) über seinen Schatten. Denn gegen den Dritten der Hessischen Einzelmeisterschaften schaffte es der Breslauer, im entscheidenden fünften Durchgang mit 3:2 (12:10) die Nerven zu behalten. „Das wird sein Selbstvertrauen stärken“, freute sich Sebastian Pfaff, der selbst angeschlagen ins Derby ging. Das Kreuzbein machte dem TSV-Kapitän bei der 1:3-Niederlage gegen Noah Weber arg zu schaffen: „Ich habe mich behandeln lassen, konnte aber nur schupfen und blocken.“ Sein zweites Einzel gegen Niklas Hilgenberg, der zuvor Peter Beck in drei Sätzen bezwungen hatte, gab er kampflos ab.

Damit herrschte Flaute in der Mitte und auch im unteren Paarkreuz war nichts drin. Sowohl Routinier Dirk Mayer (1:3 gegen Marco Hilgenberg) als auch der für Stas Blumhardt einspringende Youngster Leon Wicke (0:3 gegen Florian Bierwirth) standen auf verlorenem Posten.

Das soll sich im kommenden Schlüsselspiel um den Klassenerhalt gegen die DJK BW Münster am 11. Februar in Besse gründlich ändern. Mut macht, dass der Kontrahent um den Relegationsrang mit einer 1:9-Niederlage beim Tabellendritten in Fehlheim noch deutlicher unterlag. Sorgen bereitet weiterhin Pfaffs Verletzung.

Von Reinhold Döring

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