Tischtennis-Verbandsliga: Richelsdorferinnen punkten beim Meister und bleiben drin

Ein Krimi mit Happy End

Überragend: TTC Richelsdorfs Spitzenspielerin Claudia Richter gewann 46 ihrer 47 Einzel in dieser Saison und ist damit die beste Spielerin in der Verbandsliga. Entsprechend groß ist ihr Anteil am Klassenerhalt ihres Teams. Foto: Walger

Marburg. Was für ein Abstiegskrimi am letzten Spieltag der Tischtennis-Verbandsliga der Damen. Der TTC Richelsdorf durfte sich nicht vom punktgleichen Schlusslicht Eschweger TSV überhoeln lassen. Das hätte für die Wildeckerinnen den Abstieg bedeutet. Doch sie hatten die eindeutig kniffligere Aufgabe zu lösen im Vergleich zum ETSV, denn sie mussten beim Meister TTV Richtsberg ran. Am Ende gab es für Claudia Ries und Co. aber ein Happy End.

Die Richelsdorferinnen traten drei Stunden früher als der Rivale an die Tische. Und sie hatten Glück, dass der Favorit aus dem Marburger Stadtteil krankheitsbedingt nicht in Bestbesetzung antreten konnte.

Nach den Doppeln stand es 1:1. Claudia Richter/Nathalie Becker bezwangen Becker/Neumann 3:0. Britta Schuchardt verlor anschließend 0:3 gegen Becker, ehe Claudia Richter mit ihrem 3:1 über Neumann ausglich.

Im Gleichschritt ging es weiter. Cornelia Ries unterlag Knierim 1:3, aber Nathalie Becker behielt gegen Grothe mit 3:0 die Oberhand.

Zu einer engen Angelegenheit geriet das Duell der beiden Spitzenspielerinnen. Claudia Richter führte schon 2:0 gegen Becker, gab die nächsten beiden Sätze aber ab. Doch den fünften Durchgang (11:5) dominierte die Richelsdorferin wieder. Die knappe Führung des Gastes war dahin, als Britta Schuchardt gegen Neumann 0:3 verlor.

Weil auch Nathalie Becker gegen Knierim den Kürzeren zog, lag Richelsdorf mit 4:5 hinten. Beim 0:2-Satzrückstand von Cornelia Ries drohte gar das 4:6. Doch sie holte alles aus sich heraus und triumphierte noch mit 11:9 im fünften Durchgang gegen Grothe.

Der dritte Streich

Claudia Richter gewann auch ihr drittes und letztes Einzel mit 3:1 gegen Knierim. Am Nachbartisch kämpfte sich Nathalie Becker gegen Richtsbergs Spitzenspielerin Rabea Becker in den Entscheidungssatz. In dessen Verlängerung hatte die Richtsbergerin Glück mit zwei Netzrollern. Mit 15:13 rettete sie sich ins Ziel. Auch Britta Schuchardt unterlag im fünften Durchgang mit 10:12 gegen Grothe, deren elfter Punkt ebenfalls ein Netzroller war. Jetzt war Cornelia Ries gefordert. Sie behielt die Nerven und machte nach vier spanennden Sätzen (11:9, 8:11, 12:10, 12:10) ihren 3:1-Sieg gegen Neumann und damit das 7:7-Remis klar.

Damit stand fest, dass Eschwege auf keinen Fall in Unshausen gewinnen durfte. Jetzt hieß es, dreieinhalb Stunden auf dieses Ergebnis zu warten. Im letzten Einzel hätten die Eschwegerinnen Sieg und Ligaerhalt perfekt machen können. Doch Unshausens Edith Krippner-Grimme leistete den Richelsdorferinnen bei ihrem 11:7, 12:10, 11:9 über Eschweges Petra Körner die entscheidende Schützenhilfe. Damit waren die letzten Zweifel am Klassenerhalt der Wildeckerinnen beseitigt. Denn der vorletzte Rang reicht, weil Schönstadt II als Zweiter der Bezirksoberliga nicht aufsteigen will und es deshalb keine Relegation gibt. (twa)

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