Tischtennis-Mannschaften des TTC Burghasungen kämpfen um den Klassenerhalt

Die Luft im Keller ist dünn

Engagiert: Mario Löhle feierte mit Burghasungen den zweiten Saisonsieg in der Verbandsliga. Fotos:  Hofmeister

Burghasungen. Im Lager des TTC Burghasungen herrscht zur Weihnachtszeit Sorge und Hoffnung zugleich. Alle vier Mannschaften gehören dem tiefen Tabellenkeller in ihren jeweiligen Tischtennis-Ligen an. Die Luft im Kampf um den Klassenerhalt ist für drei der vier Teams dünn.

„Es war allen Beteiligten vor der Saison klar, dass es für uns nur um den Ligaverbleib gehen wird“, sagt Mario Löhle. „Wir hatten und haben leider immer noch personelle Probleme“, begründet der TTC-Abteilungsleiter.

Löhle ist sich aber sicher, dass zumindest sein Verbandsliga-Team nach den Abgängen von Jörg Vater, Bastian Plass und Jens Wiegand (Letztgenannter spielt nur noch in Notsituationen) am Ende der Serie das rettende Ufer erreicht haben wird. „Wir haben das Zeug dazu, drei Gegner hinter uns zu lassen“, meint der 43-Jährige, der mit seiner Mannschaft am Wochenende für Furore sorgte. In heimischer Halle in Zierenberg gewann der TTC I das Derby gegen den Tabellenzweiten TSV Breitenbach mit 9:7. Für Burghasungen I war es der zweite Saisonsieg. Am ersten Spieltag gab es einen glatten 9:2-Erfolg gegen den Dritten Lax Bad Hersfeld.

Der TTC-Boss selbst holte einen Einzel- und Doppelpunkt. So auch Steffen Plass, der am Samstag seinen 21. Geburtstag feierte.

Den entscheidenden Punkt machten schließlich die Zwillinge Christoph und Tobias Rettberg im fünften Satz des Schlussdoppels klar. „Endlich hatten wir auch mal Glück“, war Löhle erleichtert. „So macht Tischtennis Spaß. Derart kann es weitergehen.“

Burghasungen machte damit einen Sprung vom letzten auf den drittletzten Platz.

Am kommenden Wochenende reisen Löhle und Co. zum Kellerduell nach Besse. „Wenn wir beim TSV II so auftreten wie gegen Breitenbach, sollte eigentlich nichts schiefgehen.“

Zweite chancenlos

Während Burghasungen I kräftig das knappe 9:7 feierte, hagelte es für das eigene Bezirksoberliga-Team eine 0:9-Pleite gegen den SC Niestetal. In Reihen des Spitzenreiters mischt der ehemalige Burghasunger Bastian Plass mit. Er war in der vergangenen Runde genauso wie sein Vater Dieter ein eifriger Punktesammler. Der Routinier schloss sich dem Bezirksligisten TTC Elgershausen an. Vor wenigen Tagen verabschiedete sich auch noch Julius Fürsch aus beruflichen Gründen in Richtung Bodensee. Mit Simon Uffelmann habe man zwar einen jungen und talentierten Spieler aus Hümme verpflichten können, doch stehen die erfahrenen Swen Faber, Sven Werner, Thomas Reum und Albrecht Heidelberg nicht immer zur Verfügung. „Diese Ausfälle kann die Mannschaft nicht kompensieren“, meint Löhle. Der Abstieg ist wohl unvermeidbar. „Vielleicht kann sich die Reserve im neuen Jahr steigern“, appelliert Löhle an Teamgeist und Trainingseifer. „Und sollte sie es nicht schaffen, geht die Welt sicher auch nicht unter.“

Von Joachim Hofmeister

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