Tischtennis-Wettspielordnung: Senioren erhalten ab nächster Serie ein Zweitspielrecht

Neue Chance für Talente

Ola

Schwalm-Eder. Viele Nachfragen gibt es derzeit beim Tischtennis-Kreissportwart Harald Luckhart. Der Grund: Die Wettspielordnung wird ab dem 1. Juli geändert. Demzufolge ergeben sich für Jugend- und Seniorenspieler neue Perspektiven.

Änderung bei der Jugend

Eine Alternative bietet sich denjenigen Nachwuchsspielern, die eine Freigabe für den Erwachsenen-Spielbetrieb besitzen. Sie können natürlich weiter in einer Mannschaft für ihren Stammverein spielen. Oder aber die Möglichkeit nutzen, auf Antrag (Wechsel der Spielberechtigung) für einen anderen Verein anzutreten, ohne dass sich dies auf die Spielberechtigung im Einzelspielbetrieb auswirken würde.

Für ihren Stammverein könnten sie weiter in Nachwuchs-Einzelwettbewerben und im Einzelspielbetrieb der Erwachsenen (zum Beispiel bei Turnieren, Ranglistenspielen, Kreis- oder Bezirksmeisterschaften) starten, wären jedoch nach der hessischen Wettspielordnung nicht mehr in einer Nachwuchs-Mannschaft einsetzbar.

„Unter der Neuregelung könnte die gute Schüler- und Jugendarbeit in kleinen Vereinen leiden, sie dürfte aber die sportliche Entwicklung eines talentierten Spielers fördern“, sieht Ola Einarsson, Trainer im Kreisleistungszentrum, Gefahren und Chancen. Änderung bei den Senioren

Der Grundsatz, dass die Spielberechtigung für den „Mannschaftsspielbetrieb Erwachsene“ immer nur für einen Verein erteilt werden kann, gilt analog auch im Seniorenbereich. Die spezielle Berechtigung für den „Mannschaftsspielbetrieb Senioren“, in dem es in Hessen derzeit nur die Mannschaftsmeisterschaften der Senioren gibt, kann jedoch für einen Zweitverein erteilt werden. „Eine gute Entscheidung, da können sich spielstarke neue Teams bilden“, findet der mehrfache Senioren-Hessenmeister Peter Beck vom TSV Besse. Denn sie erspart den besonders spielfreudigen „Oldies“ die bisher nötigen regelmäßigen Vereinswechsel nach der Hinrunde, um an Mannschaftsmeisterschaften auf Kreis-, Bezirks- oder Hessenebene teilnehmen zu können, gefolgt vom obligatorischen „Rückwechsel“.

Ab der kommenden Saison ist es möglich, durchgängig in der Seniorenmannschaft eines zweiten Vereins zu spielen und dennoch für den Stammverein im „Mannschaftsspielbetrieb Erwachsene“ (zum Beispiel in der Bezirksliga oder Hessenliga) sowie im Einzelspielbetrieb an die Tische zu gehen. Für die Senioren gibt es also ab der kommenden Serie ein Zweitspielrecht. Foto: nh

Von Reinhold Döring

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.