Tischtennis-Derby

SC Niestetal gewinnt Spiel gegen KSV Auedamm

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Taktische Besprechung: Sarah Grede (links) und Tabea Heidelbach von der KSV Auedamm stimmen sich ab. 

Niestetal. Ein umkämpftes, spannendes Derby war nicht zu erwarten. 

Zu übermächtig schienen die Tischtennisspielerinnen des SC Niestetal, als dass sich die ohne Diana Tschunichin angetretenen Gäste vom KSV Auedamm mehr als eine Außenseiterchance ausrechnen durften. Doch dann mussten sie fürchten, nicht einen einzigen Satz zu gewinnen. Dieses Schicksal wendete Auedamm ab, dennoch triumphierte Niestetal am Samstag im Duell der 3. Bundesliga glatt mit 6:0.

Frühe Weichenstellung

Was hätte passieren müssen, damit Auedamm hoffen dürfte? „Wir müssten mindestens eins der ersten Doppel und eins der Spitzeneinzel verlieren“, sagte Niestetals Vorsitzender Peter Schumann. Dass dies eintreten könnte, hielt er für unwahrscheinlich. Und er behielt recht. Jeweils in drei Sätzen gingen die Doppel rasch an seine Spielerinnen.

Die Niestetaler Überlegenheit in den Doppeln setzte sich in den Einzeln fort. Im Einzel ließ Airi Avameri Katja Heidelbach keine Chance. Auch Tetyana Maksimenko schien gegen Tabea Heidelbach einem Dreisatzsieg entgegenzustreben. Doch diese wehrte sich im dritten Satz energisch. Erstmals kam unter den 50 Zuschauern Stimmung auf. Nach spannendem Verlauf erzwang Heidelbach mit 19:17 einen vierten Satz.

Maksimenko mit Mühe

Wie Ekaterina Moor ist auch Maksimenko, die aus der 2. Bundesliga von der DJK Offenburg kam, junge Mutter und noch nicht wieder auf der Höhe ihres Könnens. „Die Fitness fehlt noch. Außerdem kann ich Liga und Spielerinnen noch nicht so gut einschätzten. Sie spielen defensiver, deshalb muss ich jetzt mehr selber machen“, sagte die schon länger in Kassel lebende Ukrainerin. Im vierten Satz stand sie wieder besser zum Ball und gewann 11:5.

Trostpflaster für Auedamm

In den beiden nächsten Einzeln führten die Gastgeberinnen jeweils schnell 2:0. Auedamms Sarah Grede behielt dann im dritten Durchgang gegen Moor die Oberhand, verlor den vierten aber knapp mit 9:11. Auch Kristin König schien die Wende einzuleiten und glich gegen Katharina Morbitzer sogar zum 2:2 aus.

„Sie ist aktiver geworden, ich passiver. Ich habe den Schläger gegen ihre feste Rückhand nur noch hingehalten und diese erst im Fünften wieder vermieden“, erklärte Morbitzer nach dem 11:5 im letzten Durchgang, der den Niestetaler 6:0-Erfolg besiegelte. Avameri und Tabea Heidelbach hatten da schon zwei Sätze absolviert – wie sich nun herausstellte, zum Training. Kein Problem für Avameri am Tag vor ihrem 20. Geburtstag. „Wir gehen erst mal zusammen essen. Dann schauen wir mal, ob wir reinfeiern“, sagte die Nummer eins.

Keine Nachbarschaftshilfe

Nachbarschaftshilfe leistete Niestetal dem abstiegsbedrohten Nachbarn wie zu erwarten nicht. Die Gäste nahmen die Niederlage gelassen. „Das Ergebnis von 0:6 hört sich schon übel an, aber immerhin haben wir noch ein paar Sätze gewonnen“, urteilte Tabea Heidelbach und richtete den Blick nach vorn: „Wichtig wird es ja erst morgen zuhause gegen Holzbüttgen.“ Doch da unterlag Auedamm 2:6, blieb Letzter und verpasste die Chance, mit seinen Gästen gleichzuziehen. Der Abstieg scheint somit nicht mehr abwendbar.

„Das ist alles nicht so schlimm. Wir wussten ja vorher, wie schwer es wird. Wenn, dann steigen wir gelassen ab. Schade ist nur, wie deutlich die Niederlagen sind“, erklärte Katja Heidelbach und fügt an: „Es wäre erträglicher, wenn es auch mal 3:3 stünde.“

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