Profi aus Echte siegt völlig überraschend an der Seite von Janina Kämmerer

Platz eins in Chemnitz! Nils Hohmeier ist Deutscher Meister im Mixed

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Strahlende Sieger: Nils Hohmeier an der Seite von Janina Kämmerer. 

Chemnitz – Wer hätte das gedacht? Als bei den 88. Deutschen Meisterschaften in Chemnitz die Siegerehrung im Mixed-Wettbewerb über die Bühne ging, stand ein Tischtennis-Profi aus Echte ganz oben auf dem Podest. Nils Hohmeier gewann an der Seite von Janina Kämmerer (TSV Langstadt) sensationell die Goldmedaille.

Für den 22-Jährigen war es das erste Edelmetall bei der bedeutendsten nationalen Veranstaltung. „Diesen Erfolg hat nun wirklich niemand erwartet“, strahlte Hohmeier über das ganze Gesicht. „Ich freue mich sehr über den ersten Platz und bin stolz auf das Resultat.“

Hohmeier/Kämmerer hatten vor dem Turnier in Sachsen noch kein einziges Mal zusammen gespielt. Nach einem 3:0-Pflichtsieg zum Auftakt gegen Do Thi Huong/Nick Neumann-Manz (Leutzscher Füchse/Hohenstein-Ernstthal) sorgten die späteren Titelträger im Viertelfinale für den ersten Paukenschlag. Die an Position zwei gesetzten Katharina Michajlova (TTC Staffel) und Alexander Flemming (TV Hilpoltstein) waren beim 2:11, 7:11 sowie 6:11 ohne jegliche Chance.

Durch diesen Erfolg sowie den damit verbundenen Einzug in die Vorschlussrunde hatten der Zweitligaspieler des TTC Bad Homburg und seine hessische Partnerin Bronze bereits in der Tasche. Das Duo wollte mehr - und bekam mehr: Nach einem 0:2-Rückstand wurden Vivien Scholz/Frederik Spreckelsen (ESV Weil/TSV Schwarzenbek) im fünften Durchgang bezwungen. Auch das Endspiel gegen die an Position eins gesetzten Vorjahresdritten, Nadine Bollmeier (Bad Driburg) sowie Erik Bottroff (Borussia Dortmund), ging über die volle Distanz. Wieder lagen Hohmeier/Kämmerer 0:2 hinten und wieder entschied das Duo den letzten Abschnitt für sich. Nach dem 5:11, 7:11, 11:3, 11:9 und 11:4-Triumph lag sich die Gold-Kombination jubelnd in den Armen. Hohmeier: „Selbst vor dem Endspiel hatten wir nicht damit gerechnet, den Titel zu gewinnen.“

Im Doppel-Wettbewerb fehlte dem Wahl-Düsseldorfer an der Seite von Julian Mohr (Neckarsulm) ein Erfolg und es hätte zu einer zweiten Medaille gereicht. Im Viertelfinale kam gegen die späteren Drittplatzierten Erik Bottroff/Alexander Flemming in vier Sätzen das Aus.

Mit einem Sieg sowie einer Niederlage schloss Hohmeier die Einzel-Konkurrenz ab. Nach einem mühelosen 4:0-Pflichterfolg gegen Ali-Serdar Gözübüyük (Magdeburg) unterlag der Zweitligaspieler im Achtelfinale Kilian Ort vom TSV Bad Königshofen mit 4:11, 8:11, 7:11 und 8:11. „Kilian hat mich taktisch ziemlich auseinandergenommen. Ich hatte schon gehofft, besser mithalten zu können“, gab der Starter aus Echte anschließend ehrlich zu.  yms

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