Tischtennis-Verbandsliga Damen: Richelsdorferinnen trennen sich von Niestatal III 7:7

Punkt gegen den Abstieg

Sie punktete bei ihrem Comeback in einem Einzel: Mit etwas Glück hätte Cornelia Ries im letzten Spiel des Tages sogar für den Sieg ihres Teams sorgen können. Foto: Walger

Richelsdorf. Schaut man auf die Tabelle, so ist es ein klarer Fall: Das Spiel des TTC Richelsdorf gegen den SC Niestetal III in der Tischtennis-Verbandsliga der Damen war ein waschechtes Kellerduell des - aktuell - Drittletzten gegen den Viertletzten. Doch ein Blick auf die Punktekonten macht auch deutlich: Mit 11:17 (Richelsdorf) und 12:16 (Niestetal) stehen beide Teams gar nicht so schlecht da. Und trotzdem schweben beide weiterhin in höchster Abstiegsgefahr. Ein Team muss am Ende die Klasse verlassen, eines in der Relegation um den Verbleib kämpfen.

Und weil es so eng zugeht in der zweiten Tabellenhälfte dieser Verbandsliga, drängt sich die Frage auf, ob das 7:7 an eigenen Tischen gegen die ohne ihre Spitzenspielerin angereisten Kasselerinnen ein Punktgewinn oder ein Punktverlust war. Schließlich hatte der TTC den ersten Vergleich in fremder Halle noch mit 8:6 gewonnen.

Positive Sichtweise

Die Richelsdorferinnen sehen das Resultat positiv und sprechen von einem wichtigen Zähler gegen den direkten Abstieg. Abschließend beurteilen lässt sich das wohl erst in ein paar Wochen, wenn dieses aufregende Abstiegsrennen entschieden ist.

Das „Kellerduell“ am Wochenende bot jedenfalls vom ersten Ballwechsel an Spannung. Nach den Doppeln stand es 1:1. Richter/Becker lagen gegen Schorstein/Meyl schon mit 0:2 hinten, sicherten sich aber die nächsten drei Sätze zum 3:2. Das Duo Schuchardt/Wieschollek hatte weniger Glück und verlor 9:11, 11:9, 7:11, 10:12.

Auch in ihren drei Einzeln erwies sich Claudia Richter als eifrige Punktesammlerin. Miriam Heidelbach fertigte sie mit 11:1, 11:4, 11:2 ab. Anna-Sophia Küntzel gönnte sie einen Satz. Nur gegen Jana Schorstein musste sie sich beim 3:1 wirklich strecken.

Richters Erfolge alleine hätten nicht gereicht, um dem Gegner zu trotzen. Das wussen auch ihre Mitspielerinnen und stellten sich ihrer Verantwortung. Nathalie Becker setzte sich im fünften Durchgang mit 11:9 gegen Küntzel durch. Cornelia Ries, die nach einer Verletzungspause ihr Comeback feierte, wies Meyl mit 3:11, 11:5, 11:8, 11:9 in die Schranken. Und Britta Schuchardt behielt ebenfalls gegen Meyl mit 3:1 die Oberhand.

Das reichte für das 7:7-Remis. Cornelia Ries hatte im letzten Einzel die Chance, für einen 8:6-Erfolg zu sorgen. Sie schlug sich tapfer in den ersten beiden Sätzen, die sie hauchdünn mit 10:12 und 16:18 abgab. Mit der 2:0-Führung im Rücken drehte ihre Kontrahentin Miriam Heidelbach im dritten Satz dann richtig auf und gewann 11:2.

Trotzdem: Angesichts der Tatsache, dass die beiden einzigen Fünf-Satz-Matches knapp an die Gastgeberinnen gegangen waren, war es an diesem Tag aus ihrer Sicht tatsächlich gerechtfertig, von einem Punktgewinn zu sprechen.

Punkte für den TTC Richelsdorf: Richter 3, Richter/Becker, Schuchardt, Becker, Ries je 1.

Von Thomas Walger

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