Tischtennis-Bezirksoberliga: 8:8 - Lüdersdorf kommt mit einem blauen Auge davon

Ritt auf der Rasierklinge

Am Punktgewinn erheblich beteiligt: Lüdersdorfs Patrick Weix war in einem Einzel im vorderen Paarkreuz und in zwei Doppeln an der Seite von Nils Rüger für Lüdersdorf erfolgreich. Foto: Walger

Lüdersdorf. In der Tischtennis-Bezirksoberliga der Herren konnte der TTC Lüdersdorf I seiner Favoritenrolle nur teilweise gerecht werden. Gegen den abstiegsgefährdeten TV Heringen erreichte der Tabellenzweite nur ein 8:8.

Bei Lüdersdorf fehlte die Nummer 1, Nikolas Schade, der sich im Skiurlaub befindet. So mussten in der Aufstellung alle um eine Position aufrücken. Da sich zudem Sven Rüger verletzt hatte, halfen die Nachwuchskräfte Marius Schade und Marcel Hohmann im hinteren Paarkreuz aus.

Überraschung

Dann warteten die Heringer mit einer Überraschung auf: Sie traten mit Maximilian Rühlmann an, der nur selten zum Einsatz kommt. Er holte zwar keinen Punkt, aber seine Nominierung hatte zur Folge, dass alle Spieler außer Dusan Snasel um einen Platz nach unten rutschen konnten.

Angesichts dieser Konstellation entwickelte sich ein aufregendes Spiel auf Augenhöhe, in dem die Gäste in den Eingangsdoppeln mit 2:1 in Führung gingen. Nur Weix/Rüger waren für Lüdersdorf erfolgreich.

Tobias Mangold, Giuseppe Palermo und Nils Rüger brachten die Gastgeber 4:3 in Front. Durch Siege von Marcel Hohmann, Patrick Weix und erneut Nils Rüger blieb der knappe Vorsprung bis zum 7:6 erhalten. Doch dann sicherten Günter Enders und Markus Weber den Gästen zwei Punkte. Nun musste das Schlussdoppel die Entscheidung bringen. Die Frage war: Unentschieden oder Sieg für Heringen?

Die knisternde Spannung, die die Begegnung bisher schon ausgezeichnet hatte, wurde noch einmal gesteigert. Als Dusan Snasel und Alexander Mohr den ersten Satz gewonnen hatten, sahen die Lüdersdorfer Anhänger ihre Felle davonschwimmen. Doch Weix/Rüger kämpften sich verbissen in das Match hinein, führten nach Sätzen 2:1. Doch die Werrataler glichen aus. Im Entscheidungssatz lagen die Lüdersdorfer beim Seitenwechsel 3:5 hinten, aber sie spielten sich in einen Rausch, holten Punkt um Punkt und schienen beim 9:6 schon auf der Siegerstraße. Die Heringer schlugen noch einmal zurück und kamen auf 10:9 heran. Ein letzter aufregender Ballwechsel brachte schließlich das Remis im Gesamtergebnis - der Favorit war mit einem blauen Auge davongekommen. (red)

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