Tischtennis-Regionalliga

Sogar der Aufstieg ist noch drin

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Noch Anfang Januar stand der Klassenerhalt im Vordergrund. Der ist bei Tischtennis-Regionalligist SVH Kassel kein Thema mehr. Nach vier Siegen aus fünf Partien hat sich der Aufsteiger auf Platz zwei etabliert und rückt näher an Spitzenreiter SV Union Velbert II heran. 

Was also beschäftigt die Harleshäuser vor den letzten drei Partien? Zunächst galten alle Gedanken dem Duell mit den Südhessen. Mit Erfolg, denn die SVH verteidigte ihre tolle Heimbilanz und blieb auch im letzten Spiel zuhause ungeschlagen. Bei den Gastgebern hatte sich Adam Janicki einen grippalen Infekt eingefangen und gab seine Einzel kampflos ab. Zu Beginn hatte er im umgestellten Doppel mit Florian Bierwirth noch groß aufgespielt und nur hauchdünn im Entscheidungssatz gegen das Spitzendoppel der Gäste verloren.

Auf der anderen Seite spielten die Gäste ohne ihre Nummer drei, Luka Fucec, der von einem nicht regionalligareifen Spieler aus dem Verbandsligateam ersetzt wurde. Die Kasseler brauchten wie so oft einige Zeit, um ins Rollen zu kommen. Dann aber machte Tom Schmidt mit einem schwer erkämpften Fünfsatzerfolg den Anfang, und in der Folge brillierten vor allem der inzwischen in gleichmäßiger Topform spielende Niklas Hilgenberg sowie Florian Bierwirth.

Für die Harleshäuser Punkte sorgten Michal Bankosz/Schmidt, Hilgenberg/Noah Weber, Hilgenberg (2), Bierwirth (2), Bankosz, Schmidt und Weber.

Den Kasselern ist zumindest Rang zwei sicher. Ob es sogar zur Meisterschaft und dem damit verbundenen Drittliga-Aufstieg reicht, entscheidet sich in den restlichen drei Partien, allesamt auswärts. Dreimal an fremden Tischen muss auch Velbert II noch antreten, hat dabei aber die vermeintlich schwereren Gegner.

Schon im Januar hatte Abteilungsleiter Dieter Salmen angekündigt, dass sich der Klub mit der Aufstiegschance beschäftigen werde. Dies geschah, und als Folge davon meldete die SVH für die 3. Bundesliga. „Angeblich wird es Rückzüge von der 2. Bundesliga in die Regionalliga geben. Hierdurch könnten auch Plätze in der Dritten frei werden. Wenn unsere Jungs den Aufstieg mitmachen, machen wir das auch“, sagt Salmen. Die Stimmung im Team sei prima, „die Spieler bleiben realistisch, sind aber heiß. Wenn sie schon mal so weit oben stehen, wollen sie es auch schaffen.“

Erste personelle Entscheidungen für die nächste Saison zeichnen sich bereits ab. Wobei es mindestens einen Wermutstropfen zu vermelden gibt. Mit Adam Janicki wechselt die Nummer zwei zu Drittligist TV Leiselheim nahe Worms. Michal Bankosz, der Nummer eins der SVH, liegt ein Angebot aus Belgien vor. Von Drittligist Hannover 96 kommt vermutlich der in Kassel studierende 24-jährige Maximilian Dierks

Bis Saisonende gilt die Konzentration der Harleshäuser jedoch dem Versuch, Velbert noch abzufangen. Beide Kontrahenten werden ihre drei Partien in Bestbesetzung bestreiten. Bei der SVH ist sogar Tom Schmidt dabei, der seinen China-Aufenthalt unterbrach. „Und sollte es am Ende doch nicht klappen, geht die Welt für uns nicht unter“, betont Salmen. Foto: Andreas Fischer

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