Vor Ort: Tischtennis-Oberligist Niestetal schlägt im Derby Auedamms Reserve 8:1

Spannung trotz Kantersieg

Erkämpften sich einen knappen Sieg im Doppel: Die Niestetalerinnen (von links) Janina Ciepluch und Sophia Klee punkteten zum zwischenzeitlichen 2:0 im Derby. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Es sind nur noch wenige Minuten bis zum Spielbeginn. Heute ist Tischtennis-Derbytag in der Oberliga der Frauen: Hier die Mannschaft der KSV Auedamm II, dort der favorisierte Kontrahent vom SC Niestetal. Nur wenige Meter voneinander getrennt gibt es letzte taktische Anweisungen.

Geholfen haben sie letztlich dem einen Team mehr als dem anderen. Bereits rund 116 Minuten später standen die Niestetalerinnen als Sieger fest. Der Endstand: 8:1.

DIE ATMOSPHÄRE

In der Sporthalle der Kasseler Jacob-Grimm-Schule ist an diesem Sonntagmorgen nur hin und wieder das Quietschen von Sportschuhen zu hören. Wer zur Tribüne hinauf schaut, sieht leere Plätze. Die Menschen, die sich dieses Lokalduell nicht entgehen lassen wollen, sitzen auf Holzbänken an den Längsseiten der umrandeten Spielflächen – die Anzahl der Besucher ist an zwei Händen abzuzählen.

Insgesamt vier Platten sind aufgebaut. Zwei davon nehmen die Damen in Beschlag. Die beiden anderen nutzen zwei Herrenteams.

DIE AUFSTELLUNG

Die Gastgeberinnen, die Kasselerinnen, vertrauen auf Lisa Herbach, Tanja Mau, Heike Heidelbach und Margret Söthe. Niestetal setzt Katharina Morbitzer, Sophia Klee, Ekaterina Moor und Janina Ciepluch dagegen.

Der Auftakt

Schon nach den Doppeln ist klar, wohin die Reise geht. Morbitzer/Moor kanzeln Herbach/Söthe ab. Beim Parallel-Duell halten Mau und Heidelbach gegen Klee und Ciepluch gut mit – das erste Mal, dass an diesem Tag Spannung aufkommt. Die Kasselerinnen holen nach zwei verlorenen Sätzen zum Gleichstand auf. Kurzzeitig wirken Klee und Ciepluch etwas ratlos. Dennoch steht unterm Strich ein 3:2 für die Gäste.

DIE EINZEL

Bevor die Partien des ersten Paarkreuzes anfangen, gibt es eine kurze Pause. Zeit, um noch ein bisschen die Muskulatur aufzuwärmen. „Ich habe da immer feste Übungen, die ich wiederhole“, erklärt Ekaterina Moor und vollführt ein paar Trippelschritte. Dazu ist jetzt Gelegenheit, weil erst einmal die Kolleginnen ran müssen.

Morbitzer schlägt Mau klar. Doch nebenan liefern sich Herbach und Klee einen spannenden Schlagabtausch. Mit dem glücklicheren Ende für? Die Kasselerin. 3:2. Und das, obwohl Sophia Klee von Vater Jürgen lautstark unterstützt wird.

Es ist der erste Punkt für die KSV – und damit auch der einzige. Denn: Alle folgenden Einzel entscheiden die Niestetalerinnen trotz zeitweiliger guter Gegenwehr von Auedamm für sich.

Fazit

Für die Nummer eins des Sportclubs aus Niestetal, Katharina Morbitzer, ist es ein Pflichtsieg. „Wir möchten Meister werden und in die Regionalliga aufsteigen“, sagt sie. Mit jeweils drei Punkten haben Morbitzer und Moor die meisten Siege eingefahren.

Von Rebecca Rohrbach

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