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Jetzt geht es Schlag auf Schlag für die SVH

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Von: Torsten Kohlhaase

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Mund abwischen und weitermachen: Maximilian Dierks (links) und Tom Schmidt bei der 3:6-Niederlage gegen Lampertheim.
Mund abwischen und weitermachen: Maximilian Dierks (links) und Tom Schmidt bei der 3:6-Niederlage gegen Lampertheim. © Andreas Fischer

Eine Pause von mehr als einem Monat ist auch im Tischtennis eher unüblich. Doch nach den Absagen der Partien gegen die Füchse Berlin und den SC Buschhausen stieg die SVH Kassel erst am vergangenen Wochenende wieder in den Spielbetrieb ein.

Der heimische Drittligist bot dem Topteam aus Lampertheim zwar Paroli, musste sich am Ende aber mit 3:6 geschlagen geben. Damit rangieren die Harleshäuser mit 4:20 Punkten auf dem letzten Platz, haben aber weiterhin nur einen Zähler Rückstand ans rettende Ufer. Ein Situationsbericht:

Der Rückblick

„Nach den Spielen in Schwarzenbek und Bargteheide haben wir die Nachricht bekommen, dass ein Gegenspieler positiv getestet wurde. Daraufhin haben sich Niklas Hilgenberg und ich dann auch angesteckt“, erklärt die Nummer 1 der SVH, Maximilian Dierks, die Verlegungen der letzten beiden Partien. Ingesamt seien es bei beiden Spielern leichte Verläufe gewesen, sodass man dann auch wieder zügig ins Training einsteigen konnte. „Ich habe natürlich schon in mich hineingehorcht, aber ich konnte jetzt keinen Unterschied feststellen. Ansonsten wäre ich natürlich nochmal zum Arzt gegangen“, sagt Dierks, der auch betont: „Wir haben natürlich einige Einheiten verpasst, und dann kann so ein Duell gegen einen Abwehrspieler kräftezehrend sein.“

Die Gegenwart

Apropos Abwehrspieler. Nach ausgeglichenen Doppeln gegen Lampertheim musste sich Dierks dem litauischen Defensivspezialisten Tomas Mikutis mit 10:12, 9:11, 11:5 und 9:11 geschlagen geben. Tom Schmidt rang ihn dagegen mit 4:11, 11:4, 11:9, 8:11 und 11:4 nieder. Hilgenberg steuerte beim 6:11, 12:10, 11:9 und 11:6 gegen Istvan Molnar den dritten Punkt der Gastgeber bei. „Insgesamt war es eine unserer besten Saisonleistungen. Am Ende hätte es auch zu mehr reichen können“, so Dierks. Warum es dazu nicht kam? „Weil viele knappe Spiele dabei waren, die wir beim Stand von 9:9 in den Sätzen vielleicht noch ein bisschen ruhiger und konzentrierter hätten ausspielen müssen“, erklärt Dierks. So ging das Eingangsdoppel mit 2:3 an die Gäste, und auch Noah Weber musste sich beim 14:12, 11:7, 7:11, 10:12 und 9:11 gegen Vladimir Anca in fünf Durchgängen geschlagen geben. Kein Kraut war gegen Topspieler Alfredas Udra gewachsen, der zweimal 3:1 gewann.

Der Ausblick

Jetzt geht es Schlag auf Schlag für die SVH. Fast jedes Wochenende wird gespielt, am Samstag geht es zur zweiten Vertretung des SV Union Velbert. „Das ist ein Bonusspiel, genau wie die Partien gegen Velbert I und Buschhausen. Aber wir können in jeder Partie etwas holen, vor allem dann, wenn es beim Gegner auch mal einen krankheits- oder verletzungsbedingten Ausfall gibt“, sagt Dierks, der auch meint: „Wir haben alles selbst in der Hand und sind nicht chancenlos.“

Schaut man auf das Restprogramm, dann könnte sich das Drehbuch zum Ende der Saison dramatisch zuspitzen. „Berlin und Fehlheim haben wir zu Hause, zum letzten Spiel müssen wir nach Borsum. Erst dann könnte sich entscheiden, ob wir drinbleiben oder absteigen müssen“, so Dierks. Eines steht in jedem Fall fest: Eine mehr als einmonatige Pause wird es erstmal nicht mehr geben.

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