Tischtennis

Europapokal-Heldin Yin Na kehrt zur Homberger TS zurück

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Die Homberger Erfolgsgarantin in Aktion: Yin Na.

Homberg - Sie ist zurück. Die Spielerin, mit der die Homberger TS zweimal in die 1. Bundesliga aufstieg. Die Erfolgsgarantin, die die Kreisstädterinnen 2006 zum Europapokal-Triumph führte. Yin Na nämlich, von Abteilungsleiter Volker Koch als HTS-Neuzugang für die kommende Saison gemeldet.

Da werden natürlich Erinnerungen wach. An Zeiten, als die Hombergerinnen die nationale und internationale Tischtennis-Szene aufmischten. Autor des Erfolgsmärchens: Die gebürtige Chinesin, die im August 2000 kam und bis 2009 tiefe Spuren hinterließ. „Daran werden die Leute denken und mich auch messen“, weiß die heute 39-Jährige, die die gemischte Kreisliga-Mannschaft des Vereins als neue Nummer eins auf Bezirksebene führen soll. Deshalb sei Yin Na, wie die Angriffsspielerin zugibt, vor ihrem ersten Spiel durchaus etwas nervös.

Selbst wenn sportlich die Herausforderung für eine wie sie, die noch bis 2017 in der 1. Liga in Essen und danach in der 2. Liga in Saarbrücken spielte, überschaubar ist. Allerdings ging sie zuletzt immer sporadischer an die Platte, um sich ihren beiden Kindern Lisa und Lukas zu widmen: „Die genießen Priorität.“ Da kam der ehemaligen chinesischen Nationalspielerin Kochs Angebot gerade recht. Yin Na sagte zu, um den immer noch zahlreichen Anfragen aus der Bundesliga ein Ende zu bereiten.

Auch für sie eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit, „einer sehr, sehr wichtigen Etappe in meinem Leben.“ Die Penholder-Spielerin wurde 2007 in Homberg eingebürgert, lernte dort (als damaligen Trainer) ihren heutigen Mann und ehemaligen Zweitliga-Spieler Wang Chi kennen, knüpfte Freundschaften, die heute noch bestehen.

Volker Koch fährt "zweigleisig"

Allen voran zu Volker Koch, der Macher des Homberger Tischtennis-Wunders, mittlerweile Patenonkel ihrer beiden Kinder, die ihn gern und regelmäßig besuchen. Ein Besuch im Wildpark, im Schwimmbad, am Ententeich in den Efzewiesen gehört dann genauso zum lieb gewonnenen Programm wie Training in der Turnhalle der Stellbergschule. Denn beide sind - natürlich - große Tischtennis-Talente. Als Lisa-Sophie vor einem Jahr Saarländische Meisterin in der U 13 wurde, leitete ihr Patenonkel als Schiedsrichter das Endspiel.

So fährt der Kassenprüfer des hessischen Tischtennis-Verbandes durchaus „zweigleisig“. Mit der Kreisliga-Mannschaft soll‘s mit Yin Na aufwärts gehen (mindestens bis in die Bezirksoberliga), wobei seinem Ehrgeiz Grenzen gesetzt sind. Denn: Gemischte Teams sind nur bis einschließlich Verbandsliga erlaubt.

Die zweite Idee, die hinter der Rückkehr seiner langjährigen Weltklassespielerin steckt, ist der mittelfristige Neuaufbau einer schlagkräftigen Frauen-Mannschaft. Mit Patenkind Lisa-Sophie, aber auch mit Kamilla Stankevicius, der aktuellen Nummer fünf der HTS und Tochter der Nummer zwei, Denisas Stankevicius. Das Sextett vervollständigen Helmuth Bohne und dessen Sohn Christian sowie Steffen Riemenschneider.

Auf der Bank als Reservespieler: Volker Koch. In einem Team mit Yin Na, der Nummer eins. In einem Verein, der beiden seine goldenen Zeiten verdankt.

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