Oberliga-Spitzenreiter SVH erwartet Sonntag Verfolger Maberzell II – Gäste reisen mit Ex-Nationalspieler an

Tischtennis-Gipfel in Wellerode

Fertigmachen für das Gipfeltreffen: Noah Weber (links) und Niklas Hilgenberg bilden das Top-Doppel der Harleshäuser – auch gegen Maberzell. Fotos: Schachtschneider

Kassel/Wellerode. Auf den ersten Blick kommt es wie ein ganz normales Schlagerspiel der Tischtennis-Oberliga daher. Doch in dem Kräftemessen zwischen der SVH Kassel und der Bundesliga-Reserve des TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell II am Sonntag ab 14.15 Uhr in der Neuen Sporthalle in Wellerode steckt noch viel mehr. Fünf Gründe, weshalb sich die Zuschauer auf dieses Duell freuen können:

1.Die Ausgangslage: Kassel ist mit 7:1 Zählern Spitzenreiter, die Osthessen folgen mit einem Minuspunkt weniger an dritter Stelle. „Wir sind nicht der Favorit“, stellt SVH-Abteilungsleiter Dieter Salmen angesichts der Besetzung der Gästemannschaft klar. Sollten die Harleshäuser das Topspiel gewinnen, hätten sie zumindest einen kleinen Schritt Richtung Meisterschaft gemacht. „Wir wollen vorn mitspielen. Wenn sich die Gelegenheit zum Aufstieg ergeben sollte, nehmen wir sie gern an“, erklärt Maberzells Präsident Stefan Frauenholz.

2.Die Teams: Im Spitzenpaarkreuz bietet Fulda Akteure mit viel Bundesliga-Erfahrung auf. Die Nummer eins Thomas Keinath war sogar erst deutscher und später slowakischer Nationalspieler. Qing Yu Meng ist Spielertrainer der Erstliga-Vertretung. „Ich erwarte eine enge Begegnung auf hohem Niveau“, meint Frauenholz. Damit spielt er auch auf die Qualität bei den Gastgebern an. Allen voran der tschechische Topmann Jan Urbanek, der sich zuletzt in Prag fit gehalten hat und am heutigen Samstag nach Kassel reist, um mit den Kollegen in der Gabelsberghalle das Abschlusstraining zu absolvieren.

3.Die junge Garde: Nicht zu unterschätzen ist Fuldas erst 15-jähriger Fan Bo Meng, der Sohn von Routinier Qing Yu Meng. 2012 gewann er etwa das Top-10-Turnier in Hessen der Schüler A. Auf Seiten der SVH Kassel sind Tom Schmidt und Florian Bierwirth zu beachten, die gerade erst beim Top-48-Wettbewerb der männlichen Jugend in Wladfischbach aufhorchen ließen. Schmidt erreichte den neunten Platz, sein Vereinskamerad als Nachrücker den 33. Rang. „Beide werden richtig motiviert sein“, ist Salmen überzeugt.

4.Der Aufstellungspoker: Im Einzel sind im Tischtennis-Ligabetrieb nicht viele Überraschungen möglich: Das Aufgebot ist fix. Allerdings stellt sich die Situation in den Doppeln anders dar. Die Harleshäuser werden zwar wie gewohnt Noah Weber und Niklas Hilgenberg als erstes Doppel nominieren. Doch an welchen Positionen die anderen Paare Schmidt/Urbanek sowie Bierwirth/David Gallina gesetzt werden, ist noch komplett offen.

5.Die Stimmung: Wieviele Tischtennis-Fans sich nach Söhrewald letztlich aufmachen werden, vermag Abteilungsleiter Dieter Salmen nicht. Er rechnet mit 100 Zuschauern und vielleicht sogar ein paar mehr. Das wäre richtig gut. Logistisch bereitet der Umzug den Harleshäusern keine größeren Schwierigkeiten, weil die TSG Wellerode selbst die Tische jenes Unternehmens zur Verfügung haben, die auch die SVH als Ausrüster hat.

Von Björn Mahr

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