Tischtennis-Oberliga

Schlusslicht Besse überrascht im Derby und bricht in Kriftel ein

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Milosz Przybylik

Kriftel/Kassel – Derbys haben scheinbar auch im Tischtennis ihre eigenen Gesetze. Völlig überraschend knöpfte der TSV Besse Oberliga-Tabellenführer SVH Kassel in dessen Halle mit einem 8:8 den ersten Zähler ab.

Und war trotzdem unzufrieden. „Mit einer 8:5-Führung kurz vor Schluss hätten wir noch mehr mitnehmen müssen“, haderte Kapitän Sebastian Pfaff. Zumal die Lage des Aufsteigers sich durch diesen unerwarteten Punktgewinn kaum verbessert, weil sich das Schlusslicht tags zuvor beim TuS Kriftel geschlagen geben musste.

TuS Kriftel - TSV Besse 3:9.Die Dermünder Hoffnungen auf den zweiten Saisonsieg nach der knappen 7:9-Hinspielniederlage erfüllten sich nicht. Schon die Doppel liefen mit nur einem Erfolg von Przybylik/Kaszuba (3:0 gegen T. Schneider/Voss) und glatten Drei-Satz-Verlusten von Pfaff/Mayer und Beck/Malinowski nicht nach Wunsch. Was folgte, war ein Total-Einbruch im ersten Einzel-Durchgang. Keiner der sechs TSV-Akteure konnte sich durchsetzen.

Kacper Malinowski (0:3 gegen Stockhofe), Mateusz Kaszuba (0:3 gegen Grothe) sowie Dirk Mayer (0:3 gegen Schlicht) blieben ohne Satzgewinn. Pech hatte Peter Beck, der gegen Ingo Voss nach 2:1-Satzvorsprung noch in den letzten beiden Durchgängen mit 14:16 und 13:15 den Kürzeren zog. Auch im Spitzenpaarkreuz mussten sich Milosz Przybylik mit 2:3 (6:11 im fünften Satz) und Sebastian Pfaff mit 1:3 gegen die Schneider-Brüder geschlagen geben.

Damit drohte bei 1:8-Rückstand ein Debakel, das erst mit einer Steigerung der Besser Top-Akteure im zweiten Anlauf gemildert wurde: Przybylik holte mit 3:1 (7:11, 11:9, 12:10, 11:5) gegen Christian Schneider den ersten TSV-Einzelgewinn, dem Kapitän Pfaff einen 3:1(11:8, 10:12, 11:8, 11:9)-Sieg gegen Tobias Schneider folgen ließ. Mehr war beim Tabellenfünften nicht drin. Denn das folgende 0:3 von Kaszuba gegen Mathias Stockhofe besiegelte bereits die zehnte Saison-Niederlage.

SVH Kassel - TSV Besse 8:8. Gegen die ohne Top-Akteur Michal Bankosz angetretenen Gastgeber kam nur ein Doppel durch Beck/Malinowski (3:0 gegen Bierwirth/Tschunichin). Dafür trumpften die Edermünder in den Einzeln auf. Am Spitzenbrett überzeugte Milosz Przybylik zunächst mit einem 3:0-Erfolg gegen Niklas Hilgenberg und behielt dann beim 3:2 (11:9 im fünften Satz) gegen Tom Schmidt die Nerven. Was auch Sebastian Pfaff (1:3 gegen Schmidt) beim 3:2 (15:13) gegen Niklas Hilgenberg gelang. Mit 3:1 hatte der Außenseiter auch in der Mitte die Nase vorn. Dafür sorgten ein in Bestform agierenden Kacper Malinowski (jeweils 3:1-Sieger gegen Weber und Bierwirth) und ein 3:1-Coup von Mateusz Kaszuba gegen den Ex-Besser Florian Bierwirth.

In der dramatischen Schlussphase hatte der TSV, nachdem Peter Beck auch sein zweites Einzel in vier Sätzen abgeben musste, zweimal Pech. Zunächst verpasste es Dirk Mayer (zuvor 3:0-Sieger gegen Marco Hilgenberg) mit 2:3 (9:11) gegen Dennis Tchunichin, den Schlusspunkt zu setzen. Und auch im abschließenden Doppel glückte dies Przybylik/ Kaszuba beim 2:3 11:13 nach 9:7-Führung) gegen Schmidt/Weber nicht.(zrh)

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