8:8 zwischen Westerhof und SCW Göttingen bleibt bestehen

Trotz nur 13 Grad in der Halle - Protest gegen Tischtennisspiel abgewiesen 

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Trotz nur 13 Grad in der Halle: Protest gegen Tischtennisspiel abgewiesen.

Vier Stunden hatten die Tischtennisspieler des Tabellenführers MTV Westerhof und seines Verfolgers SCW Göttingen um jeden Ball gerungen - und am Ende schien alles für die Katz.

Die Gäste aus Weende legten nach dem 8:8 (Einzelheiten dazu am Ende des Artikels) Protest gegen die Wertung ein. Der Grund: Es war zu kalt in der Halle! Statt der von der Wettkampfordnung als Untergrenze vorgeschriebenen 15 Grad Celsius herrschten dort vor Spielbeginn nur 13 Grad. Aufgrund des Weender Protestes wurde die Partie bis Sonntag im Meldesystem im Internet auch mit 0:9 geführt. 

Allerdings eben nur für kurze Zeit. Staffelleiter Ralf Kellner verwarf den Protest des SCW. Seine Begründung: „Weende hat formal einen Fehler begangen, als es trotz des Protestes zu spielen begann. Dass es in der Halle zu kalt war, wusste man schon vor dem ersten Ballwechsel. Und so kann der SCW nicht protestieren, nachdem er das Spiel aufgenommen hatte.“

Warum es in der Halle zu kalt war, findet seine Erklärung in den umfangreichen Sanierungsarbeiten, die zur Zeit in der Willershäuser Halle vorgenommen werden, wie Kalefelds Bürgermeister Jens Meyer auf HNA-Anfrage erklärte. Trotz gegenteiliger Anweisung hätten Handwerker am Freitag eine der Lüftungsklappen nicht verschlossen. Dies und der folgende Temperatursturz hätten dann für das kalte Hallenklima gesorgt. Er habe sich, auch wenn er das nicht direkt zu verantworten habe, für die Panne bereits beim Verein entschuldigt.

Zum Spielverlauf: Die Hausherren, die zum Spitzenspiel einmal mehr ihr bestes Sextett aufgeboten hatten, führten bereits 3:1, als die Gäste mit fünf Siegen in Folge (darunter drei Fünf-Satz-Spiele) den Spieß umdrehten und mit einer 6:3-Führung in den zweiten Einzeldurchgang gingen. Hier mussten beim MTV aber nur Martin Heiser und Christian Bock passen. - Punkte: Lutz Peinemann/Oliver Sengstack 3:1 und 3:0, Götz Lohrberg/Yoshi Huwe 3:2 (11:8); Peinemann 3:0 und 3:0, Sengstack 3:1, Lohrberg 3:2 (11:4) und Huwe (3:1). (eko)

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