Tischtennis

TSV Besse kehrt ungeschlagen in die Oberliga zurück

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Manfred Pfaff

Besse. Nein, eine Überraschung war der Wiederaufstieg des TSV Besse für Team-Manager Manfred Pfaff nicht. Dass der Absteiger indes so souverän durch die Tischtennis-Hessenliga - ungeschlagen mit 17 Siegen aus 18 Spielen - marschieren würde, schon: „Damit habe ich nicht gerechnet.“ 

Schließlich hatte sich mit Petr Wasik der langjährige Spitzenspieler aus Edermünde verabschiedet und war nicht durch eine neue Nummer eins ersetzt worden. Dass daraus keine Baustelle wurde, dafür sorgte Aufrücker Sebastian Pfaff, der in neuer, ungewohnter Rolle glänzte und unerwartet erfolgreich aufspielte. „Es lief besser als gedacht“, bewertet der Kapitän seine 12:5-Bilanz, womit er in der Rangliste der vorderen Paarkreuzes den vierten Platz einnimmt. „Sebastian hat recht früh gemerkt, dass es geht und das daraus resultierende Selbstbewusstsein hat ihn durch die Saison getragen“, beschreibt Vater Manfred Pfaff die Leistungsexplosion seines Sohnes.

Der gab bereits vor der Saison richtig Gas, trainierte im Sommer durch, motiviert von der Aussicht, seine Kollegen erstmals anzuführen. Dadurch wurde der 35-Jährige nach eigenen Angaben „schneller auf den Beinen“, was ihm als Konterspieler im besonderen Maße zu Gute kam. Dazu auch die neuen Plastikbälle, „denn die nehmen weniger Spin an und sind deshalb etwas leichter zu retournieren.“

Ein weiterer Faktor des TSV-Triumphzuges: Mateusz Kaszuba wollte sich eigentlich vor der Saison an der Schulter operieren lassen, war erst für die Rückrunde wieder eingeplant. Und spielte dann doch von Anfang an. Äußerst erfolgreich. Mit einer 24:1-Bilanz führt der Pole das mittlere Paarkreuz an. Vor Dauerbrenner Peter Beck (18:1) und dem Ex-Besser Claus Scherb (5. mit 15:5-Siegen). Der eigentlich als Kaszuba-Ersatz verpflichtete Kacper Malinowski brachte es an Position zwei immerhin auf 17:11-Siege.

Starke Doppel und Geschlossenheit

Im hinteren Paarkreuz erfüllte Dirk Mayer (14:4) die Erwartungen. Ein klares Indiz für die Geschlossenheit der Mannschaft. Genauso, dass die Besser mit Mayer/Pfaff und Kaszuba/Malinowski über zwei bärenstarke Doppel (jeweils 13:2) verfügten und so in fast jedem Spiel in Führung gingen.

Da drängt sich natürlich die Schlussfolgerung auf, dass der TSV für die Hessenliga zu stark ist. Allerdings auch stark genug für die Oberliga? „Der Sprung ist schon groß“, weiß der Teammanager aus eigener Erfahrung bzw. zwei Abstiegen aus Hessens höchster Spielklasse in den letzten vier Jahren. Und auch, dass es in der kommenden Saison „wieder richtig schwer wird.“

Sebastian Pfaff

Am schwersten wohl für Sebastian Pfaff, denn der rückt auf die undankbare Position zwei und bekommt es dementsprechend in jedem Spiel gleich mit dem gegnerischen Spitzenmann zu tun. Weichen soll er einer neuen Besser Nummer eins, mit denen die Edermünder „in guten Verhandlungen“ (Manfred Pfaff) sind. Die Erwartungen: Dieser soll „deutlich positiv spielen“.

Angesichts der Stärke im mittleren Paarkreuz (mit Malinowski, Kazuba und Blumhardt) sowie der geballten Erfahrung an Position fünf und sechs (Beck, Mayer) eine gute Voraussetzung, um diesmal im Abstiegskampf der Oberliga zu bestehen. Und sich vom Ruf einer Fahrstuhlmannschaft zu verabschieden. 

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