Tischtennis: Im Nordhessen-Derby verlor Hofgeismar gegen die SVH Kassel

TTC-Fest trotz Niederlage

Gewann sein Einzel: Hofgeismars Timo Binder konnte im Nordhessenderby der Verbandsliga gegen den SVH einen Punkt für den TTC holen. Archiv-Foto: zhj

Hofgeismar. Ein wahres Tischtennisfest zwischen den beiden besten nordhessischen Teams endete mit einem Erfolg für die favorisierte SVH Kassel, doch Hofgeismar verkaufte sich ausgezeichnet.

TTC Hofgeismar - SVH Kassel 4:9 (24:32 Sätze). Vor einer doppelt so starken Zuschauerkulisse (TTC-Vorsitzender Dittmar Knittel: „Alle Essens- und Trinkvorräte waren aus“) als beim ersten Oberliga-Heimspiel vor zwei Wochen, verlangten Mannschaftskapitän Tobias Knittel und seine Crew den Kasselern alles ab. Bei diesen fehlte zwar der weißrussische Spitzenspieler Shamruk, doch auch der TTC musste durch Frank Beer Ersatz für den beruflich kurzfristig unabkömmlichen Mario Möller stellen.

Entscheidungssätze

Die Dramatik vor allem der ersten sieben Matches verlangte den Anwesenden, unter ihnen auch Anhänger der SVH sowie neutrale nordhessische Tischtennisfans, alles ab. Von TTC-Seite waren die sechs letztlich vergebens herausgespielten Matchbälle der Doppel Karol Prus-Strowski/Knittel, sowie Louis Sonnabend/Timo Binder zu beklagen. Alle Doppelspiele gingen für die Hausherren erst im Entscheidungssatz verloren. Kassel hatte sogar den Doppelspezialisten Klaus Scherb aktiviert, der im Einzel dem wesentlich jüngeren Dennis Tschunichin den Tisch überließ.

Im Anschluss konnte TTC-Ass Prus-Strowski gegen den jungen Linkshänder Noah Weber auch sein fünftes Saison-Einzel für sich entscheiden, wobei er den dritten Satz seinem Kontrahenten überließ. Danach folgten aber erneut drei Fünfsatzniederlagen in Folge für Hofgeismar. Sowohl Philipp Schröder, als auch Knittel und Sonnabend boten aber überragende kämpferische Leistungen, die am Ende nicht belohnt wurden.

Beim Stande von 1:6 zeichnete Timo Binder, der seine Heimpremiere für die Erste absolvierte, relativ locker für den zweiten Hofgeismarer Zähler verantwortlich, doch Frank Beer konnte gegen Bierwirth den Drei-Klassen-Unterschied nicht vergessen machen. Die Spitzenspieler Prus-Strowski und Schröder verkürzten in großartigen Kämpfen gegen Tom Schmidt und Weber, doch die Brüder Hilgenberg, ehemals auch für den TTC im Einsatz, ließen diesmal ihren Kontrahenten Knittel und Sonnabend sehr viel weniger Möglichkeiten.

Fazit: Hofgeismar holte alles aus sich heraus, den sich in den relativ großen Punkteunterschieden manifestierenden Leistungsstand, konnte man aber nicht komplett egalisieren. Die Leistung sollte aber Mut machen für das wichtige Abstiegsduell bei Limburg-Elz am nächsten Wochenende.

Punkte: Prus-Strowski (2), Schröder und Binder. (zvz)

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