Tischtennis-Verbandsliga

TTC Lüdersdorf jubelt Jubel nach dem Thriller gegen Marbach

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Er ragte heraus: Nikolas Schade gewann für seine Lüdersdorfer beide Einzel und an der Seite von Tobias Mangold auch beide Doppel im Verfolgerduell gegen den TSV Marbach. Foto: Walger

Viel mehr kann ein Tischtennisspiel nicht bieten als die Begegnung der Herren-Verbandsliga zwischen dem bisherigen Tabellendritten TTC Lüdersdorf und dem TSV Marbach, der als Liga-Zweiter angereist war: eine tolle Kulisse, knisternde Spannung, hochklassigen Sport und ein furioses Finale mit einem 9:7-Sieg der Gastgeber.

Doch der Reihe nach. Schon der Auftakt war hart umkämpft. Die Lüdersdorfer Mangold/Schade verloren den dritten Satz 13:15 und lagen damit 1:2 hinten. Sie schlugen aber eindrucksvoll zurück und setzten sich noch mit 11:6, 11:6 gegen Böth/Hinder durch.

Im zweiten Eingangsdoppel standen Schubert/Rüger dem bislang noch ungeschlagenen Marbacher Spitzendoppel Probst/Schoon gegenüber. Knapp gewannen sie die ersten beiden Sätze (17:15 und 14:12) und führten im dritten schon 6:2. Aber die favorisierten Gäste steigerten sich, gewannen diesen Durchgang und auch den nächsten mit 11:9, um sich schließlich im Entscheidungssatz klar mit 11:4 durchzusetzen.

Dumm gelaufen

Weix/Palermo gaben ihr Doppel mit 1:3 ab. Statt einer durrchaus möglichen 3:0-Führung lagen die Gastgeber 1:2 im Hintertreffen. Ihren knappen Vorsprung gaben die Marbacher bis zur Halbzeit nicht mehr aus der Hand. Im vorderen Mannschaftsdrittel gewann Nikolas Schade 3:1 gegen Torsten Schoon, Marvin Schubert schlug sich wacker gegen Alexander Probst, musste aber dessen Überlegenheit beim 1:3 anerkennen.

Im mittleren und hinteren Paarkreuz wurden die Punkte ebenfalls geteilt. Der starke Tobias Mangold und Giuseppe Palermo mit einer taktisch guten Vorstellung waren für Lüdersdorf, Dominik Böth und Helmut Hinder für Marbach erfolgreich.

Nun setzte Nikolas Schade ein Zeichen. Er fegte Alexander Probst, in der vergangenen Saison noch Zweitbester der Verbandsliga, mit 11:6, 11:3 und 11:3 vom Tisch. Dem wollte Marvin Schubert nicht nachstehen. Er trumpfte gegen Torsten Schoon ähnlich stark auf und brachte den TTC erstmals in Führung.

Tobias Mangold konnte diese nicht ausbauen. Dagegen steigerte sich Nils Rüger nach verlorenem ersten Satz und besiegte Jan Dudda 3:1. Der überzeugende Giuseppe Palermo sicherte mit trickreichem Spiel den achten Zähler. Patrick Weix hatte den Siegpunkt auf dem Schläger, aber er scheiterte an dem Defensivspezialisten Christian Hainer 2:3.

Wie entfesselt

Nun musste das Schlussdoppel über Sieg oder Unentschieden für Lüdersdorf entscheiden. Zwar galten die Marbacher Probst/Schoon als Favoriten, aber Schade/Mangold legten wie entfesselt los. Sie holten sich die ersten beiden Sätze. Die Durchgänge drei und vier gingen jeweils mit 9:11 an die Gäste. War das Spiel bislang hochdramatisch gewesen, übertraf der Schlusssatz alles Vorausgegangene: Sagenhafte Ballwechsel, tosender Beifall, Netz- und Kantenbälle - keines der Duos konnte sich absetzen. Es ging in die Verlängerung. Nach mehr als vier Stunden setzten sich Schade/Mangold im vierten Satz 12:10 durch. Jubel brandete auf, der TTC Lüdersdorf hatte das bemerkenswerte Spiel 9:7 gewonnen.

Für den TTC Lüdersdorf punkteten Nikolas Schade (2), Giuseppe Palermo (2), Marvin Schubert (1), Tobias Mangold (1), Nils Rüger (1) und Schade/Mangold (2). (red)

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