Vor Ort beim Elgershäuser Tischtennis-Neujahrsturnier – Scherb/Bierwirth siegen

Unermüdlich bis um fünf

Im Bann des weißen Balles: Florian Bierwirth und sein Partner Klaus Scherb holten für die SVH Kassel den Sieg in der B-Klasse beim Elgershäuser Tischtennis-Neujahrsturnier in der Schauenburghalle. Foto: Hedler

Schauenburg. Es wurde wieder spät. Wenn auch nicht ganz so spät wie 2012, als der letzte Ballwechsel um 5.17 Uhr gespielt wurde. Dieser fand diesmal um 5.12 statt. Aber darum ging es nicht. Wichtiger für den TTC Elgershausen war, dass sein 54. Tischtennis-Neujahrsturnier für Zweierteams wieder reibungslos über die Bühne ging. Was geschah an den drei Tagen in der Hoofer Schauenburghalle?

Die Erfolgreichen

Im hochklassigsten Wettbewerb, der B-Klasse, triumphierte die SVH Kassel mit Klaus Scherb und Florian Bierwirth. Das ungleiche Duo, Scherb ist 54, Bierwirth 17, schlug im Halbfinale Julian Koch und Ahmet Kösterelioglu von Torpedo Göttingen 3:2 und im Endspiel die Hofgeismarer Tobias Knittel/Louis Sonnabend 3:1. Dem Altersunterschied gewann Bierwirth Positives ab. „Vielleicht punktet ja der eine mehr über die Erfahrung, der andere ein bisschen mehr über die jugendliche Frische.“

Die Unermüdlichen

Apropos lange Nacht: Nachdem am Samstagmorgen um 5.12 Uhr der letzte Ball im Turnier der C-Klasse geschlagen war, hatten Timo Kotaska und Michael Bürger noch nicht genug. Bis dahin leisteten sie Thekendienst, jetzt stand Aufräumen an. „Ist doch normal. Putzlappen her, und los geht’s“, erklärte Bürger. Die Arbeiten zogen sich hin – bis nach neun. Da sich die Halle dann allmählich wieder füllte, blieben sie sogar bis zum Nachmittag. „Ein Ufo haben wir trotzdem noch nicht gesehen“, sagte der übernächtigte Kotaska.

Die LokalmatadoRen

Hochzufrieden waren die Gastgeber nicht nur über das Rekordmelde-Ergebnis von 27 Teams in der D1-Klasse. Zudem landeten Philipp Kupke und Ulrich Manß (D2) in der Herrenklasse den dritten Sieg der Turniergeschichte für den TTC. Mit Kupke und Eike Oliv (C1) blieben zwei Elgershäuser Spieler im Wettbewerb ungeschlagen, was sonst nur noch Göttingens Kösterelioglu gelang.

Der Prophet

Marcus Peter ist der Herr der Zahlen. Was ihm einen gewissen Ruf einbrachte. „Er ist so routiniert und kennt die Spieler so genau, dass er anhand der Teilnehmerfelder ziemlich zuverlässig vorhersagen kann, wie lange die Konkurrenzen dauern“, lobt Philipp Kupke den Turnierleiter. Etwas weiter als gewohnt daneben lag Peter nur in der langen Nacht. „Da gingen zu viele Spiele 3:0 anstatt 3:1 oder 3:2 aus“, sagt er, „deshalb war früher Schluss als gedacht.“ 2 Fotos: Hedler

Von Wolfgang Bauscher

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.