Tischtennis: Nils Hohmeier verliert in Kellinghusen das hart umkämpfte Endspiel

Unglücklich trotz Silber

Unzufrieden: Nils Hohmeier war mit seinem zweiten Rang beim Turnier in Kellinghusen augenscheinlich nicht einverstanden. Foto: Steinbrenner/bf

Kellinghusen. Die Siegerehrung der Jungen-Konkurrenz war beim Top-24-Bundesranglistenturnier im schleswig-holsteinischen Kellinghusen gerade vorbei, als sich Nils Hohmeier in eine Ecke der Sporthalle verzog. Das Tischtennis-Talent aus Echte wollte nur noch für sich sein.

Was war passiert? Hohmeier hatte wenige Minuten zuvor das Endspiel gegen Fan Bo Meng (Fulda-Maberzell) mit 5:11, 11:9, 9:11, 11:9 und 9:11 verloren. „Ich muss ehrlich sagen, dass mein Gegner viel besser war, als es das Ergebnis vermuten lässt“, sagte der Drittliga-Spieler des TuS Celle selbstkritisch. „So kurz nach dem Endspiel kann ich selbst einem zweiten Platz nicht viel abgewinnen.“

Trotz der Niederlage hat sich Hohmeier seine Fahrkarte für das Top-12-Bundesranglistenfinale erspielt, das am 13. und 14. Februar in Neuenstein (Baden-Württemberg) ausgetragen wird.

Sein bestes Spiel in Kellinghusen zeigte der 17-Jährige im Halbfinale gegen den amtierenden Vize-Europameister der Schüler, Jannik Xu (Bolzum). Die beiden lieferten sich eine packende Partie, die Hohmeier im finalen Durchgang mit 11:2 für sich entschied.

Auf dem Weg in die Vorschlussrunde verlor er nur eines seiner fünf Spiele. Trotzdem reichte es in der Gruppenphase nicht zum ersten Platz, denn überraschend musste sich der Jugend-Nationalspieler gegen Constantin Velling (Bargteheide) trotz einer famosen zwischenzeitlichen Aufholjagd noch mit 9:11, 10:12, 11:9, 11:8 sowie 7:11 geschlagen geben. Dafür wurden Nicolas Kasper (Holzbüttgen/3:0), Niclas Ott (Wirges/3:0) und Timo Müller (Weinheim/3:2) besiegt. Zur Revanche mit Florian Schwalm (Schwabhausen), dem Hohmeier beim Top-48 in Waldfischbach noch unterlag, kam es nicht. Der Starter aus der Nähe von Dachau musste nach der dritten Runde verletzungsbedingt aufgeben.

Mit einem Sieg gegen Daniel Kleinert (Hude) hatte sich Hohmeier zum Auftakt der Endrunde ins Halbfinale gespielt. Trotzdem reichte es am Ende nur zum zweiten Platz, dem er bei der Siegerehrung nur ein gequältes Lächeln abgewinnen konnte. (bf)

Von Marco Steinbrenner

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