Tischtennis: Landes-Vizemeisterin Angelika Probst verpasst die Deutsche Meisterschaft

Urlaub verhindert DM-Start

Spaß am Tischtennis: Angelika Probst. Foto: eko

Opperhausen. Ihr Traumziel ist, einmal bei Deutschen Meisterschaften zu starten. Und in diesem Jahr war es fast so weit: Die 63-jährige Angelika Probst, die für die neue Saison mit dem TSV Edesheim in die Tischtennis-Kreisliga aufgestiegen ist, hatte sich als Zweite der Einzelwertung bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften (im Doppel gab es Bronze) die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Neckarsulm gesichert. Das Problem: Der DTTB legte diese Meisterschaften auf einen Termin, zu dem Probst bereits Urlaub gebucht hatte. Es hieß also, weiter warten.

Zum Tischtennis kam die gebürtige Hahäuserin schon als knapp Zehnjährige: „Zusammen mit meinem Vater und meinen drei Geschwistern habe ich unter freiem Himmel gespielt“ - auf einer Spanplatte, die, über Böcke gelegt, als Tisch diente.

Und für lange Zeit blieb es auch beim Freizeit-Ping-Pong, doch als die gelernte Herrenschneiderin 1972 nach Opperhausen zog, wohin sie geheiratet hatte, wurde mehr daraus. 1979 schloss sie sich der TSG Opperhausen an, für die sie dann - abgesehen von einem Abstecher zum Kreisligisten TTC Greene - bis 2013 spielte, zuletzt in der Bezirksklasse. Erst als die TSG keine Damenmannschaft mehr melden konnte, wechselte sie zum TSV Edesheim in die 1. Kreisklasse.

Warum sie nach knapp 40 Jahren aktivem Sport sich auch heute noch im gemeinsamen Training mit ihrem Mann Rolf quält - „Wir trainieren so intensiv, als würden wir im Punktspiel gegeneinander antreten“, sagt Rolf Probst, der zudem behauptet, gegen seine Frau meistens chancenlos zu sein. - und warum sie nach wie vor in Punktrunden und Meisterschaften mitmischt, erklärt die Seniorin so: „Die Bewegung, die ich einfach klasse finde, tut meiner Gesundheit gut.“ Doch es ist nicht allein der Sport an sich, der sie am Tischtennis hält. „Wir haben in der Mannschaft wie im Verein einen hervorragenden Zusammenhalt - und ich damit viel Spaß in meiner Freizeit.“

Und das geht auch deutlich über den Verein hinaus. Seit 23 Jahren nun startet Probst bei den Landesmeisterschaften der Seniorinnen. „Mittlerweile kennt man sich untereinander. Und es sind richtige Freundschaften entstanden.“

Und diese Freundschaften will sie auch weiter pflegen, so dass sie den nächsten Anlauf zu den Deutschen Meisterschaften bereits fest ins Auge gefasst hat. (eko)

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