Grenzenloser Tischtennis-Lehrgang beim SC Weende: „Veranstaltung wurde gut angenommen“

Volle Halle: In der Weender Sporthalle gab es ein umfangreiches Trainingsprogramm zwischen behinderten und nicht-behinderten Tischtennisspielern. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. „Das lief super, wurde gut angenommen!“ Nicht nur Joachim Vogt, Trainer beim SC Weende, war zufrieden mit dem „grenzenlosen Tischtennislehrgang“, den es am ersten Januar-Wochenende bereits zum vierten Mal in der Weender Sporthalle gab. 

An drei Tagen trainierten und spielten Akteure der Tischtennis-Nationalmannschaft des Deutschen Behindertensportverbandes mit Jugendlichen aus Südniedersachsen und dem Lüneburger Raum unter dem Motto: Inklusion aktiv erleben.

„Wir hatten 54 Teilnehmer“, berichtet Vogt. Das Trainingslager begann am Freitag mit der ersten Einheit, an die sich am Samstag vier weitere anschlossen. Nachmittags würdigte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler die Aktivitäten der behinderten und nicht behinderten Sportler und betonte dabei, wie wichtig die Inklusion sei, so Thomas Koch (Abteilungsleiter Tischtennis beim SC Weende). Später folgte ein freies Spielen unter den Teilnehmern, so Vogt.

Aus Krankheitsgründen hatte der amtierende Europameister Selcuk Cetin abgesagt, doch der zweifache Paralympics-Sieger und Weltmeister Holger Nikelis aus Fulda war ebenso in der Weender Halle wie der deutsche Meister Yannik Rüddenklau und die erst 16-jährige deutsche Meisterin Marlene Reeg und viele andere mehr. Am Sonntag wurde schließlich noch ein Turnier gespielt zwischen behinderten und nicht behinderten Sportlern.

Erstes Turnier im Jahr 2014

Die Anfänge der Weender Veranstaltung hatte es bereits 2014 gegeben. Mit vielen ehrenamtlichen Helfern hatte Frauke Alves vom SC Weende das Spitzentischtennis auf Augenhöhe erstmals organisiert. Zusammen mit Nikelis und seinem Team aus der Initiative „sport grenzenlos“ warben sie für Sport von Menschen mit Behinderung und damit auch dafür, um bei Jugendlichen Vorurteile und Barrieren abzubauen. „So werden die Berührungsängste genommen“, meinte Abteilungsleiter Thomas Koch.

Viele ehrenamtliche Helfer waren auch diesmal wieder dabei, Otto Bock stellte zehn Sportrollstühle zur Verfügung. Und so viel ist jetzt schon klar: Die fünfte Auflage des grenzenlosen Tischtennis-Lehrgangs wird es Anfang 2018 geben. (haz/gsd)

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