Mit Braunschweiger und Schwedenliga-System

Tischtennis: Die Vereine haben die Wahl bei den Nachwuchsklassen

Schwalm-Eder. Braunschweiger System oder Schwedenliga-System? Diese Frage beschäftigte die Tischtennisspieler des Kreises. Und wurde vom Tischtennis-Kreistag abschließend mit einem „Sowohl-als-auch“ im Nachwuchsbereich beantwortet.

Beim Schwedenliga-System spielen beide Mannschaften mit jeweils drei Spielern und jeder Spieler bestreitet drei Einzel. Neben diesen neun Duellen wird noch ein Doppel ausgetragen. Das Braunschweiger System eröffnet die Möglichkeit, dass eines der Teams mit vier Spielern antritt und der Gegner nur drei entgegenstellt, ohne dadurch Einzelspiele kampflos abgeben zu müssen. Dann gibt es nur ein Doppel und neun Einzel. Beide Mannschaften können aber auch mit jeweils vier Akteuren an die Tische gehen. Bei dieser Alternative werden zwei Doppel und in jedem der beiden gültigen Paarkreuze vier Einzel gespielt.

Solche Wahlmöglichkeiten erleichtern den Vereinsverantwortlichen die Aufstellung ihrer Mannschaften und helfen bei personellen Engpässen. Aber auch beim Gegenteil. „Wenn viele Schüler/Jugendliche zur Verfügung stehen, kann man ihnen Spielpraxis geben,“ spricht sich Spangenbergs Abteilungsleiter Ronald Sommerlade für das Braunschweiger System aus.

Kreislehrwart Ola Einarsson sieht dieses variable System hingegen kritisch, weil es die Kräfteverhältnisse verfälschen kann und durch Aufstellungstricks den Spielausgang entscheidend beeinflussen kann. Besonders dann, wenn wichtige Spiele anstehen: „Die beiden vermehrt zu Einsatz kommenden Spitzenspieler einer Dreier-Mannschaft sind in den Einzelduellen gegen die beiden schwächeren Spieler eines gegnerischen 4er-Teams bevorteilt.“ Der erfahrene schwedische Trainer hält das Schwedenliga-System für gerechter. Und leistungsfördernder, „weil jeder gegen jeden spielt und das Niveau damit höher ist.“

Immerhin: Der nach intensivem Gedankenaustausch mit den Vereinsvertretern gefundene Kompromiss erntet breite Zustimmung. „Bei den Schülern und der Jugend haben wir uns für jeweils eine Kreisliga mit Schwedenliga-System und eine Kreisklasse mit dem Braunschweiger System entschieden“, erklärt Kreis-Jugendwart Alexander Rauer.

Der Kreisvorstand möchte damit sowohl dem Anspruch der Leistungsniveau-Förderung als auch dem Wunsch nach Flexibilität und Einsatzchancen für möglichst viele Nachwuchsspieler gerecht werden. Dabei hatten die Vereine die Möglichkeit, ihre Teams für die ihnen genehme Variante zu melden.

Von Reinhold Döring

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