Tischtennisprofi Nils Hohmeier durfte endlich wieder Wettkampfpraxis sammeln

„Das war alles sehr ungewohnt“

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Nach einer knappen halben Stunde war für Nils Hohmeier das Turnier in Düsseldorf bereits beendet. Dennoch war der Profi aus Echte froh, endlich wieder Wettkampfpraxis sammeln zu können. 

Düsseldorf / Echte - Geisterkulisse im deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf. Wo sonst Rekordmeister Borussia Düsseldorf vor ausverkauftem Haus die Zuschauer begeistert, waren die Tribünen am Pfingstmontag eingefahren. Nicht ein einziger Fan durfte in Coronazeiten in die heiligen Hallen.

Auch nicht, als das erste Qualifikationsturnier im Rahmen des Düsseldorf-Masters über die Bühne ging. 16 Spieler, darunter die Weltstars Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov, nutzten die Veranstaltung, um nach der langen Wettkampfpause Spielpraxis zu sammeln.

Im Teilnehmerfeld befand sich auch Nils Hohmeier. Für den Tischtennis-Profi aus Echte sollte es aus vielerlei Hinsicht kein alltägliches Spiel werden. Neben den fehlenden Zuschauern wurden die Akteure auch nicht von einem Coach unterstützt. Als einziger Schiedsrichter fungierte der mit Mundschutz und Handschuhen ausgestattete Düsseldorfer Manager Andreas Preuß. Nach jedem Satz gab es neue, gereinigte Bälle. Ein Seitenwechsel fand nicht statt. Im Anschluss an das Einzel wurde die Tischoberfläche geputzt. Das obligatorische Händeschütteln vor und nach der Begegnung entfiel. Der Ein- und Austritt in die Halle durfte nur durch bestimmte Türen erfolgen. „Das war alles sehr ungewohnt“, berichtet Hohmeier.

Sportlich lief es beim zukünftigen Erstligaspieler des Aufsteigers TTC OE Bad Homburg nicht rund, wenngleich mit Lokalmatador Anton Källberg gleich in Runde eins ein ganz schweres Kaliber auf der anderen Tischseite stand. Nach nicht einmal 30 Minuten war die Partie beendet. Mit 11:8, 11:4 und 11:4 hatte sich der Schwede durchgesetzt. Ein Ergebnis, das nicht überrascht, denn schließlich trennen die Akteure in der Weltrangliste 203 Positionen. „Wir alle haben lange Zeit nicht trainiert. Es fehlt die Wettkampfpraxis. Das hat man am Niveau gemerkt“, erklärt Hohmeier, warum es noch nicht rund lief. Trotz des Resultats fiel das Fazit positiv aus. „Die Wettkämpfe sind eine gute Gelegenheit um zu sehen, an welchen Schwachstellen im Training gearbeitet werden muss.“

Ob der 22-Jährige auch beim zweiten Ausscheidungsturnier am 8. und 9. Juni an gleicher Stelle mit dabei sein wird, entscheidet sich kurzfristig. Das Teilnehmerfeld setzt sich stets aus den deutschen Nationalspielern, der Bundesligamannschaft des Gastgebers und der Trainingsgruppe zusammen. Am Ende stimmen sich Bundestrainer Jörg Roßkopf und die Verantwortlichen der Borussia über die 16 Plätze ab. Innerhalb der nächsten drei Monate findet in jeder Woche ein Turnier statt. Wann das Finale ausgetragen wird, ist noch offen.  yms

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