Tischtennis: Besser Einzeldominanz im Hessenliga-Derby – Felsberg durch Tonns Ausfall geschwächt

Weiße Weste von eins bis vier

Überzeugte als neuer Besser Spitzenmann: Kapitän Sebastian Pfaff. Foto: Kasiewicz

Felsberg. Der Favorit wurde seiner Rolle gerecht. Für den TSV Besse lag der 9:4-Sieg beim TSV Eintracht Felsberg im Rahmen der Erwartungen, für die unterlegenen Edertaler blieb das Gefühl, dass im Derby der Tischtennis-Hessenliga mehr möglich gewesen wäre.

Auf dem Papier hatte die Eintracht Bestbesetzung, de facto nicht. „Dass Philipp Tonn wegen einer fiebrigen Erkältung nicht antreten konnte, war natürlich Pech“, bedauerte Kapitän Thilo Leis, dass seine Nummer vier nur als „Platzhalter“ fungierte. Was im Einzel etwas half, aber in den Eingangsdoppeln schmerzte. Denn da wollten die Felsberger eigentlich vorlegen. Und taten dies mit Siegen von Imberger/Zimmermann (3:1 gegen Malinowski/Mayer) und Jung/Leis (3:2 gegen Beck/Wicke) auch eindrucksvoll. Das dritte Doppel ging allerdings kampflos an das Edermünder Pfaff/Kaszuba. Der holprige Gäste-Auftakt war für TSV-Kapitän Sebastian Pfaff keine Überraschung: „Da unsere beiden polnischen Spieler erst kurzfristig anreisen konnten, mussten wir ohne jedes Doppeltraining gegen starke und bestens eingespielte Duos ran.“

Dafür klappte es beim Ex-Oberligisten in den Einzel-Duellen umso besser. Neuzugang Kacper Malinowski feierte mit einem 3:2 (6:11, 11:7, 11:7, 8:11, 11:6)-Sieg gegen Dirk Heimel ein gelungenes Debüt und Pfaff behielt in einem ähnlich engen Fünfsatz-Match mit 3:2 (6:11, 11:4, 11:6, 11:13, 11:8) gegen Philipp Imberger die Oberhand.

Imberger nach 1:0 nur 1:3

Damit nicht genug: die Burgstädter gerieten in der Mitte durch weitere Punktverluste von Andy Zimmermann, der gegen Routinier Peter Beck t in drei Sätzen unterlag, sowie Tonns´ kampfloser Niederlage gegen Mateusz Kaszuba mit 2:5 ins Hintertreffen. Die Gastgeber spielten dann aber ihre Trumpfkarten im unteren Paarkreuz durch Thilo Leis (3:1 gegen Dirk Mayer) und Thomas Jung (3:2/11:4 im fünften Satz gegen Nachwuchstalent Leon Wicke) aus. Und bekamen so beim 4:5-Halbzeitstand noch einmal Kontakt. Der jedoch postwendend wieder abriss.

Denn Imberger schaffte es zwar, den Auftaktsatz mit 11:4 gegen Malinowski für sich zu entscheiden, hatte dann aber seinem polnischen Widerpart mit 7:11, 6:11 und 2:11 immer weniger entgegenzusetzen. Auch Heimel konnte im Einser-Duell (7:11, 11:13, 8:11) „Basti“ Pfaff nicht bremsen. Dahinter gingen die Einzel von Zimmermann mit 0:3 (8:11,9:11,7:11) gegen Kaszuba und von Tonn gegen Beck ebenfalls aufs Gästekonto.

Leis beklagte die 0:8-Bilanz an den Position eins bis vier, wusste aber auch um die Knackpunkte der klaren Unterlegenheit seiner Mannschaft in den Einzeln: „Das waren die beiden Fünf-Satz-Niederlagen im ersten Durchgang des Top-Paarkreuzes, da hätte für uns zumindest ein Sieg herausspringen müssen.“

Zufriedener wirkte sein Kollege Pfaff, der Malinowski lobte („Er passt prima in unser Team“) sowie dem unzufriedenen Leon Wicke eine gute Leistung bescheinigte. Und selbst als neuer Spitzenmann der Ederünder voll überzeugte.

Von Reinhold Döring

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.