7:9 in der Tischtennis-Hessenliga

Zum Coup fehlte dem SV Ermschwerd nicht viel

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Kraken-Mann: Die Arme ganz weit ausgebreitet hat Jonas Blum, der als erster deutscher Spieler im Trikot des SV Ermschwerd ein Einzel in der Hessenliga gewann.

Ermschwerd - Die am Samstag um 22.20 Uhr noch verbliebenen Zuschauer im Gertenbacher Dorfgemeinschaftshaus waren aus dem Häuschen, feuerten die Spieler des Tischtennis-Hessenligisten SV Ermschwerd bei den entscheidenden Ballwechseln unentwegt an und waren am Ende dann doch ein kleines bisschen enttäuscht.

Im Schlussdoppel unterlagen Dusan Snasel und Landsmann Jiri Tomaniec gegen Klaus Scherb und David Gallina vom SVH Kassel II mit 1:3. Der Aufsteiger hatte eine in der Luft liegende, faustdicke Überraschung verpasst und das erste Heimspiel in der höheren Klasse hauchdünn mit 7:9 verloren. „In diesem Spiel hätten wir und unsere Fans einen Punkt verdient gehabt. Das war wirklich ganz knapp“, waren sich Snasel und Michael Wiesendorf in ihrer Bewertung einig. Sie und ihre Teamkameraden hielten den Favoriten aus Kassel stets in Atem, führten im Verlauf des über vierstündigen Schlagabtauschs mit 3:2 und 6:5 und wurden doch nicht belohnt. „An einen Sieg von uns im Doppel gegen diese beiden starken Spieler aus Tschechien hatte ich nicht geglaubt“, gestand der langjährige Zweitligaspieler Klaus Scherb im Nachhinein, doch nach mitreißenden Ballwechseln mussten Snasel/Tomaniec mit 10:12 im vierten Satz passen.

Vorangegangen waren tolle Vergleiche, in denen Ermschwerds beide Asse mit vier Punkten im Einzel und einem weiteren Zähler im ersten Doppel die Glanzlichter setzten. Während Tomaniec stets wie ein Löwe kämpfte und Dennis Tschunichin und David Gallina bezwang, wurde Snasel nach Anfangsproblemen gegen Gallina immer sicherer und triumphierte bei der Entscheidung im fünften Satz mit 11:9. Riesengroß war aber auch der Jubel bei Jonas Blum und Michael Wiesendorf, die jeweils gegen Kassels Nummer sechs Chen Xinyi die Zähler auf ihre Seite brachten.

Begonnen hatte die Begegnung mit einem Novum. Aufgrund der durch die Fenster des Dorfgemeinschaftshauses stark einfallenden, blendenden Sonne ging es 25 Minuten später als geplant los. Und auch ihren angekündigten und mit Spannung erwarteten Nachwuchsstar Tyler Köllner hatten die Kasseler aufgrund eines Jugend-Pokalspiels nicht mitgebracht.

Den Ermschwerdern war´s egal. Sie zeigten als Mannschaft mal wieder eine tolle Moral. „Mit dieser Einstellung wird‘s vielleicht schon bald mit den ersten Punkten klappen“, prophezeite Snasel.  eki

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