Zurück ins Training nach Coronapause

Rückkehr ins Training: Viele Hürden für Tischtennisspieler

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Noch ruht der Ball: Das Training im Tischtennis könnte aber nächste Woche beginnen.

Die Chancen steht nicht schlecht, dass Tischtennis-Teams in der nächsten Woche wieder in der Halle trainieren können. Dafür müssen aber einige Hürden genommen werden.

Noch läuft nichts. Noch. Aber ein Ende der Corona-Zwangspause ist in Sicht. Zumal die beschlossenen Lockerungen der vergangenen Woche auch den Breitensport betreffen. Und in Hessen werden sogar die Hallen geöffnet. Sportarten ohne Körperkontakt bereiten sich auf den Wiedereinstieg in den Trainingsbetrieb vor. Zum Beispiel hoffen die Tischtennisspieler, dass sie womöglich in der kommenden Woche in die Hallen zurückkehren dürfen.

Allerdings ist es eine Rückkehr über viele Hürden. Der Deutsche Tischtennisbund (DTTB) hatte bereits ein straffes Konzept vorgelegt, damit die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Im Behördendeutsch nennen sich diese Regeln so: Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung. Puh. Jedenfalls müssen sich Vereine nun damit herumschlagen. „Erst war alles verboten. Und von jetzt auf gleich liegt es in unserer Verantwortung, den Betrieb wieder hochzufahren“, sagt Kreiswart Dieter Salmen. Der Abteilungsleiter der SVH Kassel gibt einen Einblick.

Hallenöffnung

Dass die Hallen geöffnet werden sollen, bewertet Salmen als positives Zeichen. Allerdings gebe es erhebliche Unterschiede. Für Vereine mit kleinen Hallen ohne Hausmeister sei es viel schwieriger, das Konzept umzusetzen. Was Salmens Verein aus dem Kasseler Stadtteil Harleshausen betrifft, da liegt die Entscheidung nun bei der Stadt. Den Plan des DTTB „haben wir überarbeitet und ans Rathaus geschickt“, erklärt Salmen. Jetzt warten die Harleshäuser auf Antwort.

Dieter SalmenKreiswart

Sicherheitskonzept

Der DTTB wird in den nächsten Tagen einen überarbeiteten Hygieneplan verabschieden und erklären, wie es weitergeht. Salmen geht davon aus, dass mehrere Punkte aus dem ursprünglichen Konzept verändert werden. Dazu zählt er beispielsweise die Vorgabe, immer mit demselben Partner zu trainieren. Auch dass nur eine Gruppe für den Auf- und Abbau der Tische zuständig sein soll, hält Salmen für schwierig umsetzbar. Zudem verfügten manche Hallen nicht über genügend Trennwände, um die Tische nach den Vorstellungen des DTTB in Boxen zu platzieren. Und: „Die Idee, draußen zu trainieren, kann nicht wirklich ernst gemeint gewesen sein“, sagt Salmen.

Umsetzung

Vorerst ist die Sporthalle Harleshausen geschlossen. Die SVH habe sich aber bereits vorbereitet, berichtet Salmen. Soll heißen: Spender mit Desinfektionsmittel stehen zur Verfügung. „Außerdem haben wir uns schon überlegt, wie wir Listen führen, wer wann trainiert und wie wir dann durchwechseln werden.“ Mehr sei aktuell nicht zu machen. Darüber hinaus lässt sich die Halle in Harleshausen in drei Drittel unterteilen – mit jeweils separatem Zugang. Salmen erklärt: „In jedes Drittel bekommen wir nach DTTB-Vorgaben dann vier Tische.“

Schwierigkeit

Ein entscheidendes Problem sieht Salmen beim Faktor Zeit. Ein geordnetes und vor allem ausreichendes Training sei mit Blick auf die Sicherheitsvorgaben nicht möglich. Konkret für die Harleshäuser bedeutet das: aus 24 werden nun zwölf Tische pro Trainingstag. „Da wird es mit den Hallenzeiten knapp“, sagt Salmen. Gerade die Spieler der ersten Herrenmannschaft, die nächste Saison in der 3. Liga aufschlagen werden, bräuchten mehr Einheiten. Deswegen habe der Verein ein weiteres Schreiben an die Stadt aufgesetzt mit der Bitte, auch samstags und sonntags trainieren zu dürfen. Vor Corona wurden die Hallen am Wochenende nur für Wettkämpfe geöffnet.

Zeitplan

Salmen hofft, dass die ersten Spieler nächste Woche wieder trainieren können. Wie in jedem Jahr besteht bis zum 31. Mai die Möglichkeit, den Verein zu wechseln. Bis zu diesem Termin müssen die Teams für die kommende Spielzeit gemeldet werden. Die wird nach Salmens Einschätzung nicht vor September starten. Er rechnet sogar eher mit November. Bis dahin müssen noch viele Hürden genommen werden.

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