Wenn Samurai die Nerven durchgehen

Tobias Meyer gewinnt Mittlere Tour in Spangenberg

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Sieger-Duo: Tobias Meyer und Samurai.

Viele Nachwuchsreiter beim Drei-Sterne-Reitturnier. Hier unsere Zusammenfassung:

Spangenberg ist nicht nur ein Turnier für erfahrene Pferde. Insgesamt 20 Prüfungen, bei denen es teilweise Weltranglistenpunkte zu gewinnen gab, standen beim 28. CSI-Reitturnier unterhalb des Schlossberges auf dem Programm. Unsere Zusammenfassung:

Entspannt: Erik Kölz mit Lot of Scope. 

Die mittlere Tour: Eines kann Samurai, der elfjährige Westfalenhengst, den Tobias Meyer im Finale der Mittleren Tour ritt, richtig gut. „Er kann unglaublich schnell sein“, verriet der 31-Jährige, der für das Gestüt Sprehe reitet. Mit schnellen 34,46 Sekunden absolvierte der Braune den Parcours fehlerfrei. Das war fast eine Sekunde schneller als der Belgier Pieter Kenis auf Kaprie de la Drie, der damit auf Rang zwei rutschte. Pius Schwizer auf Casallino wurde Dritter. Für dieses Finale hatten sich 50 Reiterinnen und Reiter qualifiziert. Zwei Springen, bei denen man Leistungspunkte sammelte und bei einem der beiden auch Weltranglistenpunkte bekommen konnte, galten als Qualifikationsprüfungen. Ferdinand Kähn aus Oberkaufungen kam mit Baloubet’s Grandessa im Zwei-Phasen-Springen heil über den Normalparcours. In der zweiten Phase riss die Stute aber eine Stange am Oxer. So blieb dem erfolgsverwöhnten Paar die Teilnahme am Finale verwehrt. Da hatte dann Meyer die Nase vorn.

In der anschließenden Siegerehrung zeigte Samurai, was er nicht mag. Das sind Schleifen, die ihm an das Zaumzeug gesteckt werden sollen und Ehrenrunden mit anderen Pferden. Sein Reiter nahm es gelassen und absolvierte zur großen Freude aller Zuschauer die Ehrenrunde ohne Pferd im Galopp zu Fuß.

Youngsters Tour: Mit einem besonderen Angebot bieten die Macher des Spangenberger Reitturniers die Möglichkeit, junge Pferde an den großen Springsport heranzuführen. Die Youngsters Tour für sechs- und siebenjährige Pferde nehmen jedes Jahr viele internationale Reiter wahr. Im Finale am Samstag setzte sich Dieter Smitz mit der siebenjährigen Liz an die Spitze.

Was es sonst noch gab:Dem ein oder anderen mag Samurai, der Sieger in der Mittleren Tour, bekannt vorgekommen sein. Und tatsächlich, unter dem Namen „Skelton“ startete er noch im vergangenen Jahr als reines Sportpferd unter Meredith Michaels-Beerbaum. Übrigens: Die rote Schleife, die gut sichtbar manche Pferdeschweife zierte, so auch Samurais, ist kein nettes Accessoire. Vielmehr zeigt sie den anderen Reitern in der Bahn: „Komm mir nicht zu nah. Ich schlage aus!“.

Während Skelton alias Samurai keine Sekunde ruhig stehenbleiben mag, hat der achtjährige „Lot of Scope“ damit keine Probleme. Als sein Reiter Michael Kölz den Parcours vor der Mittleren Tour abging, hielt dessen zehnjähriger Patensohn Erik den braven Wallach. Der scheute noch nicht einmal, als hinter ihm ein Pferd mitsamt Reiterin nach einem misslungenen Sprung auf dem Abreiteplatz stürzte. Auch wenn die Reiterin, Anna Maria Grimm, nicht mehr starten konnte, ging es glimpflich ab. Weder sie noch das Pferd hatten sich ernsthaft verletzt.

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