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Eintracht Baunatal schlägt Schwalmstadt bei Torfestival 6:4

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Von: Horst Schmidt

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Protagonisten einer torreichen Begegnung: Baunatals Louis Behler (links) verfolgt mit Henry Lenz einen der Schwalmstädter Torschützen. Lenz traf zum zwischenzeitlichen 4:3.
Protagonisten einer torreichen Begegnung: Baunatals Louis Behler (links) verfolgt mit Henry Lenz einen der Schwalmstädter Torschützen. Lenz traf zum zwischenzeitlichen 4:3. © Andreas Fischer

Eintracht Baunatal hat ein verrücktes Spiel gegen Schwalmstadt 6:4 gewonnen. Bereits zur Pause führten die Baunataler 4:0.

Baunatal – Im Spiel der Fußball-Gruppenliga (Gruppe 1) zwischen Eintracht Baunatal und dem 1. FC Schwalmstadt wurde dem Zuschauer alles geboten, was diese Sportart ausmacht. Nach 4:0-Pausenstand war zu Beginn der zweiten Halbzeit eigentlich nur die Frage, wie hoch gehen die Gäste auf dem Kunstrasenplatz unter.

Letztlich kam dann aber alles anders. Baunatal, dass die erste Hälfte klar dominiert hatte, schien gedanklich und sorglos schon Richtung Schlusspfiff zu schauen und musste letztlich gegen aufopferungsvoll kämpfende Schwalmstädter noch um den Sieg bangen.

Aber der Reihe nach. Zunächst waren die Gastgeber, der Tabellenzweite, auf der Suche nach einer Lücke, um die Gästeabwehr in Bedrängnis zu bringen. Glück hatten die dann, dass Serkan Atas bei seinem Tor im Abseits stand. Dann aber doch die Führung: Nach Vorarbeit von Antonio Bravo Sanchez markierte Sebastian Kraus den Führungstreffer (20.). Nur zwei Minuten später erhöhte der überragende Spielmacher Bravo Sanchez mit einem Weitschuss auf 2:0. Erneut mit einem Doppelpack stellte die Eintracht das Ergebnis auf 4:0. Kraus und Robin Rinas nach toller Vorarbeit von Bruder Steven hatten die Treffer in der 28. und 30. Minute erzielt. Der Pausenstand.

Vor allem Baunatals Abwehr dachte, es geht auch im zweiten Abschnitt so weiter. Da machten die Gäste dann aber doch nicht mit und nahmen die Einladungen zum 1:4 durch Leandro Knoch (52.) und erneut Knoch (56.) dankend an. Baunatal gelang in dieser Phase zunehmend wenig. Die Abwehr schwamm bei jeder Aktion. In der 63. Minute Glück für die Gastgeber als Henry Lenz aus 20 Metern nur den Pfosten traf. Vier Minuten später machte er es besser und verkürzte auf 3:4. In der 70. Minute verhinderte Eintracht Torhüter Maurice Kraft mit einer Glanztat den Ausgleich.

Im Gegenzug wurde der eingewechselte Abdullah Al Omari im Strafraum von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte der gefoulte selbst zum 5:3. Nun schien alles klar. Denkste. Die Moral der Gäste, einfach sensationell, drängten erneut auf den Anschluss, erzielten sogar ein Tor, das wegen einer Abseitsstellung aberkannt wurde. Erneut im Gegenzug traf Al Omari zum 6:3 (74.). Das ist es nun aber gewesen, dachten die meisten, vor allem die Eintracht-Spieler selbst.

Doch Schwalmstadt gab noch nicht auf. Atas gelang in der 86. Minute das 4:6 und Vedran Jerkovic vergab sogar noch einen Foulelfmeter (90.+3). Dann war Schluss mit einer Partie, die durchaus als Achterbahn der Gefühle bezeichnet werden darf.

„Wir haben nach der Pause das gemacht, was wir eigentlich schon zu Beginn machen wollten. Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft“, so der Kommentar von FCS-Coach Marco Schwab.

Eintracht Trainer Friedhelm Janusch zeigte sich ziemlich angekratzt und sagte: „Da sind wir noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen.

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