Verbandsliga Nord: TSV/FC Korbach muss nur in Defensive deutlich besser werden

Die Torfabrik der Liga

Andreas

KORBACH. 34 Punkte auf dem Konto, 16 Zähler Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz und nur sieben Punkte Rückstand auf den zweiten Rang: Damit können die Fußballer des TSV/FC Korbach sehr gut leben, denn damit gehen sie als Tabellenvierter der Verbandsliga Nord in die Winterpause.

Korbachs Abteilungsleiter Rolf Osterhold sieht sich in seiner Prognose bestätigt, dass der neue Trainer Tobias Cramer seinen Verein früher oder später auf Erfolgskurs bringen würde. „Wir wussten, dass Cramers Fußball-Philosophie offensiv ausgerichtet ist. Das hat sich dann auch bestätigt“, bilanziert Osterhold.

Fürwahr hatte Korbach bislang im Angriff mehr zu bieten als alle anderen Gegner in der Verbandsliga. In 20 Partien gelangen den Kreisstädtern 59 Tore. Von denen erzielte ein Trio mehr als zwei Drittel aller Treffer: der Paderborner Neuzugang Rene Huneck (19), Christoph Osterhold (13), der auch als Vorbereiter glänzte, und Markus Mühlenbächer (8), der seinen Torinstinkt wiedergefunden hat, seit er sich mehr auf Fußball konzentrieren kann. Die drei wurden zum Albtraum für die gegnerischen Abwehrreihen.

Eine Kehrseite der Medaille war aber die Korbacher Defensivabteilung. 41 Gegentore sind für ein Team, das nach oben will, einfach zuviel. Zumal mit Janik Backhaus und Mario Wörmann zwei junge Torhüter zur Verfügung stehen, denen alle Verantwortlichen viel zutrauen.

Der Saisonstart war den Korbachern völlig missglückt. Nach sechs Spielen standen für die Waldecker vier Punkte und damit lediglich Platz 14 zu Buche. Danach ging es stetig bergauf, obwohl zunächst weiter die Konstanz in den Leistungen fehlte. Zu Hause sahen die Korbacher Fans Galaauftritte gegen Wabern (4:1), Melsungen (7:3) oder gegen den Topfavoriten Lohfelden und Grebenstein (jeweils 5:1), überflüssige Pleiten gab es dagegen gegen Hessen Kassel II (1:3), Hersfeld (3:4) und den TSV Lehnerz (2:5).

Dass am Ende des Jahres Platz vier heraussprang, verdankt Korbach seinem starken Endspurt. Gegen Steinbach (3:2), den Tabellenletzten VfL Kassel (3:0) und in Hersfeld-Asbach (4:0) gelangen jeweils auf dem neuen Kunstrasen überzeugende Erfolge.

Die machen Mut für die 14 Punktspiele, die für den TSV/FC im Frühjahr noch auf dem Programm stehen. „Die Hessenliga bleibt für uns ein Thema. Wir arbeiten daran, dass wir für den Fall der Fälle dort spielen können“, sagt Rolf Osterhold. Korbachs Trainer Tobias Cramer („Wenn wir in der Defensive besser werden, ist alles möglich“), der einst als Spieler mit Willingen in Hessens höchste Amateurklasse aufstieg, ist ebenfalls zuversichtlich, den größten Erfolg in der Korbacher Fußballgeschichte noch bewerkstelligen zu können.

Korbachs Kapitän Matthias Rösner glaubt auch an den großen Wurf. „Wir haben die Saison schlecht angefangen, uns dann aber gesteigert“, sagt der Lehrer. „Die Tendenz geht nach oben und wir versuchen, alles herauszuholen.“

Vier sagen Adieu

Vier Spieler haben sich in der Winterpause beim TSV/FC Korbach abgemeldet. Allrounder Andreas Klassen zieht es zum Gruppenligisten SC Willingen, Valerij Walger und Maxim Petruk wechseln zum Kreisoberligisten Blau-Gelb Korbach. Rainer Schultze hat sich ebenfalls verabschiedet, wohin er wechseln wird, ist nicht bekannt. (ppp) Foto: Archiv

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