Aus für Coach mit Perspektive

Trainer Jan Pantowski und Eishockey-Jugend Kassel gehen getrennte Wege

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Im vergangenen Winter: Jan Pantkowski macht Video-Aufnahmen bei einem Huskies-Spiel. 

Er ist in Kassel geboren, hat hier als Knirps das Eishockeyspielen gelernt, neben acht anderen Trikots auch das von EJK und Huskies getragen. Er hat hier sein Wissen an die Jüngsten weitergeben, hat bei Tim Kehler hospitiert und war in der vergangenen Saison nicht nur Videocoach der Huskies. Doch damit ist nun Schluss, nach Torwart Mirko (21), dem künftigen Düsseldorfer DEL-Torwart wird nun auch Jan Pantkowski Nordhessen zunächst verlassen.

„Mein Vertrag als Trainer bei der Eishockey-Jugend Kassel wird nach sechs Jahren nicht verlängert“, verkündete der 27-Jährige in den Sozialen Netzwerken. Was Pantkowski auf Nachfrage bedauert. „Ich wäre gern geblieben und hätte hier einen Neustart versucht nach privaten Turbulenzen“, sagt der Mann, der Eishockey lebt, aber wegen einer schweren Verletzung seine Karriere früh beenden musste.

Ehrgeizig ist er stets aufgetreten, will vorankommen. Im Streben nach einer Stelle beispielsweise als Co-Trainer habe ihm Huskies-Coach Kehler leider abgesagt. „Aber es sieht gut aus, ich habe inzwischen viele Kontakte und auch konkrete Gespräche in der DEL2 und mit dem Stammverein eines DEL-Teams“, berichtet Pantkowski. Zudem werde er vom Deutschen Eishockey-Bund als Perspektivtrainer bei den Juniorennationalteams gefördert, als Mentor sei ihm der einstige Kasseler Spieler Steffen Ziesche von den Eisbären Berlin zugeteilt.

Matthias Kolodziejczak, Vorsitzender der Eishockey-Jugend Kassel mit ihren 180 meist jugendlichen Aktiven und 450 Mitgliedern, mochte zu den Gründen der Trennung von Pantkowski zunächst nicht Stellung nehmen. Liegen sie im persönlichen Bereich? Gibt es einen finanziellen Hintergrund, schließlich hat der Amateurverein mit Horst Fahl und Ernst Reschetnikow zwei weitere hauptamtliche Trainer.

„Kolo“ bescheinigte dann aber doch dem jungen Trainer „fachlich hervorragende Arbeit mit unserer U 17“ und räumte ein: „Derzeit gibt es viele Fragezeichen für uns. Wir leben maßgeblich von Spenden. Und angesichts der Coronakrise wird es für uns nicht leichter, einen Jahresetat von erneut mehr als 200 000 Euro auf die Beine zu stellen.“ Jede Firma, jede Privatperson, die als Sponsor infrage käme, habe jetzt doch eigene Sorgen. Zudem sei abzuwarten, wie der Kooperationsvertrag mit der Huskies-Muttergesellschaft KSE (Kassel Sport & Entertainment GmbH) künftig aussehen werde. „Wir grübeln darüber, wie wir die Situation rocken können, welche Strukturveränderungen nötig und sinnvoll sein könnten“, erläutert Kolodziejczak.

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