Trauer um Eishockey-Pionier und Fußballer Hellmut Spohr

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Hellmut „Hello“ Spohr

Kassel. Seine Leidenschaften waren Fußball und Eishockey. Zu gern hätte er das Spiel der Bayern gegen Chelsea verfolgt. Doch Hellmut „Hello“ Spohr, ehemaliger Vertragsspieler des KSV Hessen, ist wenige Stunden vor dem Anpfiff des Champions-League-Finales 83-jährig gestorben.

Einen Namen weit über Kassels Grenzen hinaus machte sich der Kasseler Metzgermeister im Eishockey. Er war 1966 einer der Urväter und Mitbegründer der ESG Kassel. „Es war ein kalter, sonniger Tag“, erinnerte sich Spohr im Kreise seiner Freunde anlässlich seines 80. Geburtstages. „Ich bin am zugefrorenen Aueteich spazieren gegangen und sah, wie ein verrückter Schlittschuhläufer seine Kringel drehte. Sofort kam mir der Gedanke: Den musst du ansprechen. Gedacht, getan. Ruck, zuck haben wir vereinbart, eine Eishockeymannschaft zu gründen.“

Der verrückte Läufer war Viktor Klement, und gemeinsam trommelten sie einige Enthusiasten zusammen, die gern Schlittschuh liefen. Jochen Luck, Ex-KSV-Trainer Willy Kurrat, Werner Haßenpflug, den späteren Funktionär Rüdiger Seehof, Torwart Hans-Dieter Tripp und andere. Einigen Freundschaftsspielen folgte 1977 der Umzug in die neue Eissporthalle und der erste Start in der Regionalliga.

Als aktiver Fußballer war Hello Spohr 1949 von der Reserve des Hamburger SV, in der er an der Seite von Meinke und Dieter Seeler spielte, zu den Löwen zurückgekehrt. Hier traf er in der KSV-Reserve u. a. auf Günter Schilling, Lothar Schulz, Joschi Burjan und Rolli Fritzsche. (gra)

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