Gensunger Handball-Trainer, Lehrer und Jagdexperte starb mit 74 Jahren

Trauer um „Hardi“ Prinz

Der Trainer: Burkhart Prinz (stehend in weiß) Mitte der Siebzigerjahre, als er sich als Siebenmeter-Schütze noch selbst einwechselte. Foto:  Archiv Gipper/nh

Kassel/Gensungen. Als Sportler, Lehrer und Trainer war er ein Vorbild. Einer, der jungen Menschen etwas beibrachte und, nicht zuletzt, sie begeistern, motivieren konnte. Nun ist Burkhart Prinz tot. Und mit seiner Ehefrau Ursula, der Tochter Anke sowie den Söhnen Bengt und Björn trauern viele Weggefährten um einen guten Freund, vorzüglichen Handball-Trainer, beliebten Lehrer und sachkundigen Jäger.

Insbesondere bei seinem Heimatverein TSV Jahn war der Ur-Gensunger „Hardi“ Prinz eine Institution. Als Spieler, Spielertrainer und Trainer setzte er Akzente. „Er ist der Mann, der uns sportlich nach oben gebracht hat“, sagt der langjährige TSV-Vorsitzende Heinz Sänger, der mit anderen die Bedingungen dafür schuf, dass der Stratege Prinz sein erfolgreiches Konzept mit der Förderung von Talenten umsetzen konnte. Das Handballdorf Gensungen wurde in Deutschland bekannt, 1978 gelang mit Spielern wie Günter Böttcher, Jörg Anacker, Franz Wagner und Rolf Günther sogar der Sprung in die Bundesliga. Trainer war damals aber bereits Peter Barthelmey.

Prinz’ Können mündete in eine Berufung zum Jugend-Bundestrainer, auch im Gensunger Verein waren sein Wissen und seine Ratschläge bis zuletzt im Ehrenrat gefragt. Ebenso wie bei der Jagd, seiner zweiten Passion. Als Höhepunkt seiner mehr als 50-jährigen Jagd bezeichnete Prinz im Juni 2009 den Abschuss eines 142 kg schweren Keilers im Beuerholz bei Melsungen.

Gesundheitliche Probleme aber nach zwei Hüftoperationen schränkten Prinz’ Mobilität zuletzt stark ein. Über einen Antrag, ihm das Bundesverdienstkreuz zu verleihen, war bei den Behörden noch nicht entschieden.

Von Gerald Schaumburg

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