Lollslauf

Traumwetter und tolle Zeiten in Bad Hersfeld

Friedhelm Eyert

Wahnsinns-Wetter, super Stimmung und starke Zielzeiten: Der 20. Lollslauf wird in bester Erinnerung bleiben.

Bad Hersfeld –3949 Läufer gingen gestern beim Jubiläum in Bad Hersfeld auf die Strecke. Das sind 166 mehr als im vergangenen Jahr.

Olaf Podszuweit, der Orga-Chef des Lollslaufs, war jedenfalls zufrieden – auch wenn die 4000er-Marke ganz knapp verfehlt wurde. „Wir haben die Zahl des Vorjahres übertroffen und hatten am Wochenende 600 Nachmeldungen. Das kann sich sehen lassen“, meinte er. Bis auf ein paar kleinere Blessuren sei alles reibungslos gelaufen. „Tolles Wetter, tolle Stimmung – Lolls kann kommen“, bilanzierte der 55-Jährige vom Veranstalter Ski-Club Neuenstein und lächelte zufrieden.

In den Lollslauf integriert waren diesmal die Hessischen Meisterschaften im Halbmarathon. Tom Ring vom Laufteam Kassel sicherte sich den Titel in 1:11,57 Sekunden souverän mit mehr als einer halben Minute Vorsprung vor Teklay Rezene aus Mengerskirchen. Dritter wurde Timo Pippart aus Eschwege. Hessenmeisterin im Halbmarathon wurde Nina Voelckel vom SC Meißner Eschwege in 1:24, 51 Stunden. Sie war damit viereinhalb Minuten schneller als die Zweitplatzierte Lena Becker vom TGV Schotten. Über Bronze jubelte Sandra Barborseck vom TV 03 Breitenbach.

Der Sieg im offenen Halbmarathon-Wettbewerb ging nach Erfurt: Philipp Häßner siegte im Zielsprint nur wenige Schritte vor seinem Zwillingsbruder Julian. Starker Dritter wurde Lars Hildebrand vom TSV Reilos.

Und was gibt es Schöneres als den Sieg einer Lokalmatadorin zum 20. Geburtstag des Lollslaufs? Sandra Arnold vom SC Neuenstein war die schnellste Frau im Halbmarathon in 1:37, 31 Stunden und strahlte nach dem Zieleinlauf mit der Sonne um die Wette. „Ich bin super glücklich. Normalerweise starte ich ja über zehn Kilometer. Besser hätte es heute nicht laufen können“, sagte sie.

Und es gab noch ein Siegerteam, das seinen Heimvorteil nutzte: Die Männer des Radsportvereins Bad Hersfeld bewiesen, dass sie auch ohne ihre Räder schnell unterwegs sind. In 23:59 Minuten gewannen sie mit 50 (!) Sekunden Vorsprung vor den „Seitenstechen-Jungs“ vom Hersfelder Ruderverein.

Gar nicht zufrieden mit seiner Leistung war Philipp Stuckhardt aus Kohlhausen. Den Halbmarathon in Kassel hatte er vor einem Monat noch souverän gewonnen, doch an diesem Sonntag passte es nicht wirklich für den 27-Jährigen.

„Ich habe schon nach fünf Kilometern gemerkt, dass heute nichts geht. Der Mensch ist eben keine Maschine“, meinte Stuckhardt zerknirscht, der mit 1:14, 50 Stunden immerhin noch Platz vier belegte.

Insgesamt acht verschiedne Wettbewerbe vom 500 Meter Bambinilauf über den Schülerlauf bis hin zum Halbmarathon hatte der Lollslauf zu bieten. Und natürlich gingen auch die Nordic Walker auf die Strecke.

Stimmungsvoller Höhepunkt war erneut der abschließenden Teamlauf über zehn Kilometer. Diesen absolvierten einige Teams in ebenso bunten wie komischen Kostümen. Wie sagte Organisations-Chef Olaf Podszuweit noch? „Lolls kann kommen.“

VON SASCHA HERRMANN

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