Trotz Aus ein Lächeln auf den Lippen

Karate: Renée Stein war bei der Nachwuchs-EM im finnischen Tampere

Renée Stein aus Herleshausen (oben) ist trotz des frühen Ausscheidens bei der Nachwuchs-EM froh, dass das Saison-Highlight überhaupt stattfinden konnte.
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Renée Stein aus Herleshausen (oben) ist trotz des frühen Ausscheidens bei der Nachwuchs-EM froh, dass das Saison-Highlight überhaupt stattfinden konnte.

Renée Stein aus Herleshausen ist trotz des frühen Ausscheidens bei der Nachwuchs-EM froh, dass das Saison-Highlight überhaupt stattfinden konnte.

Tampere/Herleshausen – „Es war auch in Finnland zumeist regnerisches Wetter, aber insgesamt kehre ich mit guten Eindrücken zurück. Nach der coronabedingten Absage im Frühjahr waren wir alle froh, dass unser Saison-Highlight stattfinden konnte“, sagte Renée Stein, als sie im WR-Gespräch über Nachwuchs-Europameisterschaften im finnischen Tampere sprach.

In der Arbeiterstadt mit den vielen Schornsteinen anderthalb Stunden nördlich von Helsinki musste die Karatekämpferin zu Beginn nicht gleich auf die Matte. Die 16-jährige Herleshäuserin, die an den Beruflichen Schulen in Eschwege das Abitur anpeilt, hatte in ihrer Gewichtsklasse unter 59 Kilogramm in Runde eins ein Freilos.

2:1-Sieg in der zweiten Runde

Die deutsche Meisterin und Vize-Europameisterin aus dem Jahr 2019 bekam es in der zweiten Runde mit Iris Kovac aus Kroatien zu tun. Durch eine aktive Kampfweise und eine clevere Verteidigung meisterte Stein die erste Hürde und gewann mit 2:1. „Ich habe über einen Konterangriff den wichtigen zweiten Punkt geholt“, erzählte Stein, die in die dritte Runde einen Start nach Maß erwischte.

Gegen die Slowenien Jerca Repic punktete die Kreissportlerin des Jahres 2019 gleich in der ersten Minute und führte mit 1:0. Aber weil Stein seit geraumer Zeit über Beinschmerzen klagt, konnte sie die Führung nicht verteidigen: „Ich konnte mich bei den Schlägen der Gegnerin nicht wegbewegen und musste zwei Schläge einstrecken.“ Der Kampf ging mit 1:2 verloren.

Mia Bitsch mit starker Leistung

Aber Steins Trainer Noah Bitsch war in der Summe zufrieden. Der deutsche Karateka, der bei den Olympischen Spielen in Tokio aufgrund einer Absprache seiner Konkurrenten eine Medaille verpasste, lobte Steins Kampfweise und ist sich sicher, dass Stein mit vollen Kräften wieder für Furore sorgen kann.

Trotz des frühen Aus zauberte Mia Bitsch ein Lächeln auf Steins Lippen. Die aus Waltershausen (Thüringen) stammende Bitsch holte Gold in der Gewichtsklasse unter 59 Kilogramm. „Das hat sie sich verdient“, betonte Renée Stein, die nach vorne blickt und schon jetzt die internationalen Turniere in Budapest (Ungarn) und Venedig (Italien) sowie die Deutschen Meisterschaften im Oktober in Erfurt im Fokus hat: „Ich will möglichst jeden Kampf gewinnen, auf dem Treppchen stehen und Spaß am Kämpfen haben.“ (Marvin Heinz)

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