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Keine Bezirksliga mehr: Volleyballer des TSV Herleshausen spielen erneut in Thüringen

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Von: Maurice Morth

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Weil es in der kommenden Saison keine Männer-Bezirksliga in Nordhessen mehr geben wird, sehen sich beide Seniorenmannschaften des TSV Herleshausen gezwungen, kommende Saison in Thüringen am Spielbetrieb teilzunehmen. Hier im Bild der TSV II aus der Spielzeit 21/22 mit (stehend, von links) Andreas Neitzel, Johannes Aßmann, Mathis Gisselmann, Lorenz Gisselmann, Markus Dach und (vorne, von links) Moritz Wanka und Tim Wittich. ARCHI
Weil es in der kommenden Saison keine Männer-Bezirksliga in Nordhessen mehr geben wird, sehen sich beide Seniorenmannschaften des TSV Herleshausen gezwungen, kommende Saison in Thüringen am Spielbetrieb teilzunehmen. Hier im Bild der TSV II aus der Spielzeit 21/22 mit (stehend, von links) Andreas Neitzel, Johannes Aßmann, Mathis Gisselmann, Lorenz Gisselmann, Markus Dach und (vorne, von links) Moritz Wanka und Tim Wittich. © TSV Herleshausen

Weil es in der kommenden Saison keine Männer-Bezirksliga im Volleyball in Nordhessen mehr geben wird, sieht sich der TSV Herleshausen gezwungen, wieder in Thüringen anzutreten.

Herleshausen Eigentlich erfreuliche Nachrichten vermeldete der Hessische Volleyball-Verband kürzlich: „Generell ist in fast allen Bezirken eine Steigerung der Meldezahlen im Erwachsenenbereich zu beobachten. Erfreulicherweise können einige weitere Kreisklassen beziehungsweise Kreisligen eröffnet werden“, hieß es vom Verband.

Und weiter: Die Meldezahlen bei den Erwachsenenmannschaften (Kreisklasse bis Oberliga) sind auf 132 Männer-Mannschaften gestiegen, 14 Teams mehr als im Vorjahr. Bei den Frauen haben sich gegenüber 2021 sechs Mannschaften mehr zum Spielbetrieb angemeldet.

Nun zum Problem: Im Bezirk Nord (Fulda-Hünfeld, Hersfeld-Rotenburg, Region Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner) schlägt sich diese Entwicklung überhaupt nicht nieder.

Keine Bezirksligen

Entsprechende Konsequenzen hat der Verband gezogen: Zwar gibt es in der kommenden Saison wieder eine Bezirksoberliga Nord der Männer, jedoch ist dies gleichzeitig die unterste Liga in Nordhessen.

Denn im Bezirk Nord wurden entgegen dem Trend zwei Herrenteams (zwölf Meldungen) und ein Frauen-Team (42 Meldungen) weniger gemeldet als in der Vorsaison 21/22.

Die Konsequenzen

„Wir haben uns entschieden, mit beiden Mannschaften in Thüringen zu spielen“, sagt Andreas Neitzel vom TSV Herleshausen, der im Vorjahr eben noch in jener Volleyball-Bezirksliga antrat. Thüringen, da war doch was? „Nein, unsere beiden Mannschaften treten nicht wie früher mit Wartburgstadt Eisenach in einer Spielgemeinschaft an, sondern wir haben genügend Spieler und sind eigenständig“, so Neitzel.

In Hessen seien es zuletzt auch schon wenige Teams gewesen, aber dafür die Anfahrtswege vergleichsweise weit. In der Kreisklasse Wartburgkreis wird das nun für die Südringgauer ein bisschen anders: Neben den beiden Herleshäuser Teams spielen in der Liga Bad Salzungen I und II sowie Lauchröden.

Gerade das bundeslandübergreifende Derby gegen Lauchröden, das ja nur einen Katzensprung von Herleshausen entfernt liegt, dürfte interessant werden. Bis es losgeht gehen allerdings noch einige Wochen ins Land: Erst für das Wochenende rund um den 8. Oktober ist der Saisonstart im Nachbarbundesland Thüringen angesetzt. (Maurice Morth)

Rekordmeldezahlen im Jugendbereich

Bei der männlichen Jugend gab es in Hessen 194 Meldungen für die Altersklassen U11 bis U20 inklusive der Jugendgrundklassen und Jugendbezirksrunden. Dies sind 53 Teams mehr als im Vorjahr, stolze 37,5 Prozent. Dadurch wird es zum ersten Mal auch bei den Jungs Bezirksligen und Qualifikationsturniere zum Hessenjugendpokal geben.

Für die weibliche Jugend wurden insgesamt 357 Teams gemeldet, ein Zuwachs von 80 Teams beziehungsweise 28,8 Prozent im Vergleich zur Vorsaison. Die erfreuliche Steigerung der Jugend-Meldungen aus 70 hessischen Vereinen ist in allen Altersklassen und in allen Bezirken erkennbar – auch in Nordhessen. 

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