Feuerwerk der Turnkunst startete in Oldenburg / Vom 12. bis 14. Januar in Göttingen

Imagine versprüht Magie

Einer der Höhepunkte beim Feuerwerk der Turnkunst: Die Troupe Yunnan aus China. Foto: nh

Oldenburg. Ein vollkommen neues Konzept, ein internationales Ensemble von ungewöhnlicher Vielfalt kombiniert mit ausgefeilten technischen Neuerungen. Die Premiere von IMAGINE, der 29. Auflage des „Feuerwerk der Turnkunst“, hat am Montag die 6000 Zuschauer in der ausverkauften Großen EWE Arena in Oldenburg in eine völlig neue Dimension des Turnens, der Artistik und Akrobatik entführt. Und restlos begeistert!

Erstmalig in der Geschichte der Show bildet eine Live-Band gewissermaßen den roten Faden. FOXOS versprühen mit den ergreifenden Klängen ihrer Songs eine ganz besondere harmonische Atmosphäre. Sie sind es, die die Show zu einem großartigen geturnten Gesamtkunstwerk zusammenschweißen. Dabei bieten sie besonders den Turnern, Akrobaten und Artisten, die von der Band mit gefühlvoller und sphärisch anmutender Live-Musik begleitet werden, eine perfekte Bühne, auf der sie über sich selbst hinauswachsen können. Es sind dieser Einklang und die ungeahnten Höchstleistungen, die in der Lage sind, das Publikum mit einer außergewöhnlichen Magie in den Bann von IMAGINE zu ziehen.

Staunen und Faszination

Häufig sind es die zunächst unbemerkten und geschickt inszenierten Elemente, die für Staunen und Faszination sorgen und perfekt in diese von FOXOS geschaffene Atmosphäre passen. So gelangt Felice Aguilar während des Openings ungesehen auf einen riesigen Kubus mitten in die Halle, wo sie sich mithilfe einer Drehscheibe wie eine Ballerina auf einer Spieluhr nahezu hypnotisierend um sich selbst dreht. Auf die Seitenflächen des Kubus werden indessen Videoaufnahmen aus mehreren, wechselnden Blickwinkeln projiziert.

LED-Projektionen nutzt schließlich auch der Wall Clown, der mit viel Witz mit der Schwerkraft spielt und sie damit zu einer urkomischen Illusion werden lässt. Und so wie diese beiden spielt das gesamte IMAGINE-Ensemble der Vorstellungskraft in immer wieder neu kombinierten Bewegungsfolgen einen Streich nach dem anderen. Die ausgefeilten Choreografien erwecken jederzeit den Eindruck vollkommener Leichtigkeit, obwohl die turnerischen Höchstleistungen der Elemente unverkennbar sind.

Hautnah erlebbar wurde dies bei der Premiere, als ein Mitglied der Troupe Yunnan aus China während einer Trampolin-Darbietung nach einem gewagten Sprung das Trampolintuch verfehlte. Der glücklicherweise glimpflich ausgegangene Sturz des jungen Chinesen verrät am Premieren-Abend, dass die Weltklasse-Choreografien alles andere als einfach sind, sondern bei aller Komplexität bisweilen auch besonders gefährlich sein können.

So springen Jump Rope im Lack- und Leder-Outfit Flic Flacs, Salti und Schrauben durch Seile, die Dancefloor Destruction Crew vermittelt fantastisches genre-übergreifendes Breakdance und Artem Ghazarian und Victoria Gnatiuk lassen in einer überdimensionierten Wasserschüssel einen besonderen Hauch von Erotik spürbar werden. (nh)

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