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Kasseler Lewis Trebing überzeugt beim Feuerwerk der Turnkunst: Geht er diesen Weg weiter?

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Von: Lea-Sophie Mollus

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Auf dem Pferd: Lewis Trebing beim Feuerwerk der Turnkunst in den Rothenbach-Halle.
Auf dem Pferd: Lewis Trebing beim Feuerwerk der Turnkunst in den Rothenbach-Halle. © Andreas Fischer

Vor etwa zwei Jahren hat er seine Leistungssport-Karriere wegen eines Meniskusrisses beendet. Heute ist Lewis Trebing mit dem Feuerwerk der Turnkunst auf Tour.

Kassel – Ist das Showturnen auf längere Sicht eine Perspektive für den gebürtig aus Kassel stammenden Zwillingsbruder von WM-Teilnehmer Glenn Trebing?

Obwohl als Debütant dabei, steht der 22-Jährige bei der Show ziemlich oft auf der Bühne – nicht nur mit Partnerin Charlotte Martin als Duo LuC am Flying Pole, sondern auch an Pferd, Balken und Turnpilz. Teil des Teams zu sein, ist für den 22-Jährigen „überwältigend“, wie er sagt. „Bis zum Start der Tournee hatte ich sehr großen Respekt davor. Ich wusste ja nicht, was mich erwartet“, verriet Trebing einen Tag nach seinem Auftritt in der Kasseler Rothenbach-Halle.

Showturnen: „Es hat mir anfangs gar nicht so viel Spaß gemacht“

Nachdem er Ende 2020 seine Karriere beendet hatte, war die Regisseurin der Show auf ihn zugekommen, um ihn für das Feuerwerk der Turnkunst zu gewinnen. Im Februar 2021 startete er dann testweise. „Es hat mir anfangs gar nicht so viel Spaß gemacht. Ich musste den Ausdruck auf der Bühne erst lernen“, gesteht er. „Jetzt will ich es nicht mehr missen.“

Ob er diesen Weg nun längerfristig gehen will, beantwortet der 22-Jährige mit „Jein“. Mit einem Diplom als Personaltrainer und einem dualen Studium zum Bewegungs- und Gesundheitscoach, das im Juli startet, will sich Trebing erst einmal ein Standbein aufbauen – „falls mit der Show etwas nicht klappt“, wie er sagt. „Solange der Körper mitmacht, will ich dabeibleiben.“

Will am Flying Pole Leute begeistern und Spaß haben

Der größte Unterschied zum Leistungsturnen ist der geringere Druck. „Man wird nicht in Zahlen bewertet, sondern nur durch die subjektive Wahrnehmung der Zuschauer. Und man darf auch Fehler machen“, sagt Trebing. Trotzdem ist der eigene Druck da: „Ich habe natürlich einen gewissen Anspruch an mich selbst nach über zwölf Jahren Leistungsturnen.“

Am Flying Pole geht es ihm aber in erster Linie darum, die Leute zu begeistern und Spaß zu haben. Dass er das mit Freundin Charlotte, mit der er seit etwa eineinhalb Jahren zusammen ist, teilen kann, macht das Ganze umso schöner. „Wenn es das Duo mit ihr nicht mehr gäbe, wüsste ich nicht, ob ich die Show noch machen würde. Alleine habe ich zu wenig Ausdruck“, sagt Trebing. Grundsätzlich glaubt er, dass der Auftritt mit einer anderen Partnerin oder gar nach einer Trennung ähnlich überzeugend, aber deutlich schwieriger wäre. „Wir lieben die Bühne viel zu sehr, als dass wir nicht weiter professionell miteinander arbeiten könnten.“

Wer Trebing und die anderen Turnkunst-Artisten noch sehen möchte, hat dazu unter anderem vom 24. bis zum 26. Januar in der Göttinger Lokhalle die Möglichkeit. (Lea-Sophie Mollus)

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