Neues Outfit mit dem Herkules auf der Brust

Kasseler Turnerinnen präsentieren sich in prächtiger Form

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Fit für die Saison: Die Turnerinnen des Leistungszentrums Kassel.

Kassel. Von wegen Urlaub. Die jungen Turnerinnen des Leistungszentrums Kassel haben drei Wochen der Sommerferien für eine intensive Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte genutzt.

„Die Mädchen sind auf der einen Seite gut erholt, und auf der anderen Seite präsentieren sie sich körperlich in prächtiger Form“, sagt Trainerin Michaela Mendra zufrieden.

Natürlich ist für die Turn-Talente ein Trainingslager nichts Außergewöhnliches. In diesem Fall aber schon. Erstmals schwitzten sie nicht zu Hause auf dem Sensenstein, sondern im bayrischen Tittmoning. Dort stand der nordhessischen Delegation ein mit Top-Turngeräten ausgestattetes Trainingszentrum zur Verfügung, wo ansonsten der ortsansässige Bundesliga-Verein trainiert. „Das ist das einzige Studio in Deutschland, dass man für solche Zwecke mieten kann“, erklärt Mendra. Hervorragend seien die Bedingungen gewesen. Ein hauseigener Swimmingpool stand für eine willkommene Abkühlung bereit, und überhaupt habe diese eine Woche das Team noch mehr zusammengeschweißt. Für die Jüngsten, die Acht- und Neunjährigen, war das Trainingslager zugleich die erste große Reise ohne ihre Eltern.

Sieben bis neun Stunden hatten die Turnerinnen täglich zu absolvieren. Weil in Tittmoning, anders als in Kassel, eine Trampolinbahn zur Verfügung steht, probierten sich die Älteren unter anderem an Mehrfach-Salti. Ansonsten legten Mendra und das Trainerteam des Leistungszentrums in dieser Vorbereitung besonderen Wert auf den Bereich Athletik.

Zu diesem Zweck gingen sie auch dorthin, wo sich sonst eher Fußballer und Handballer die Grundausdauer holen: in den Kasseler Bergpark. Für die nötige Fitness mussten die jungen Frauen die Treppen bis zum Herkules hochlaufen. Schön ist das nicht, egal für welche Sportart. Und apropos Herkules: Das Kasseler Wahrzeichen prangt seit Kurzem auf der Brust der Athletinnen.

Schneiderin Stefanie Riedinger, die seit drei Jahren auch für die Turn-Nationalmannschaft die Anzüge entwirft, hat für das heimische Leistungszentrum einen neuen Dress designt, auf dem das Oktogon zu sehen ist. Der Herkules sei nun mal das Aushängeschild Kassels, erklärt Trainerin Mendra: „Wir wollen damit deutlich zeigen, wo wir herkommen und dafür sorgen, dass sich Kassel in den Köpfen der Leute festsetzt.“

Die Gelegenheit dazu haben die jüngeren Turnerinnen ab Mitte September, wenn unter anderem die Landesmeisterschaft auf dem Programm steht. Das Regionalliga-Team beendet im Oktober mit einem letzten Wettkampf die Saison. Das große Ziel für die TG Kassel beginnt ohnehin erst ab der nächsten Saison. Dann sollen die Kräfte gebündelt und der Aufstieg in die Bundesliga geschafft werden. Prächtige Anzüge für Auftritte auf bundesweiter Ebene haben die Turnerinnen ja bereits.

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