Handball-Landesliga der Frauen

Ein ganz besonderes Handballspiel: TV Hersfeld fährt zum Derby nach Rotenburg

Gehen die Aufgabe locker an: Sina Hildebrand und ihre Hersfelder Teamkameradinnen freuen sich auf das Derby in Rotenburg. Foto: Friedhelm Eyert

In der Handball-Landesliga der Frauen herrscht am Wochenende Derbyzeit: Die TG Rotenburg hat am Samstag (15.30 Uhr, Großsporthalle) den benachbarten TV Hersfeld zu Gast.

Laut Tabelle liegt die Favoritenrolle dabei klar bei den Hersfelderinnen – doch auf beiden Seiten ist man sich einig: Es wartet eine besondere und völlig offene Partie.

Ein Derby sei auf jeden Fall ein Spiel, in dem für seine Mädels etwas gehe, sagt Rotenburgs Trainer Sebastian Jaschinski und bezeichnet die Begegnung als ganz wichtiges Spiel. Momentan sind die Rotenburgerinnen in der Liga Viertletzer – womit ihnen laut Jaschinski möglicherweise der Abstieg droht. „Ich rechne aktuell mit vier Absteigern in der Liga und wir brauchen daher dringend Punkte“, sagt er.

Für die Gäste ist die Ausgangslage deutlich entspannter, mit der Abstiegsregion haben sie nichts zu tun. Mit sieben Punkten Vorsprung auf die TGR belegen sie momentan Rang sechs und auch angesichts der guten Leistungen in den letzten Spielen blickt Trainerin Sabine Teichmann entspannt auf die Partie. „Wir gehen in dieses Spiel wie in die letzten Spiele, nämlich hochmotiviert und bestens vorbereitet“, erklärt sie. Man gehe die Aufgabe ganz locker an, schließlich habe man aktuell nichts zu verlieren.

Auch das Wissen, dass sie die Gegnerinnen im Hinspiel bereits 22:18 schlugen, dürfte den Hersfelderinnen in die Karten spielen. Aus dem Auftritt seiner Mannschaft im vergangenen November schöpft allerdings auch TGR-Trainer Jaschinski Mut. Es sei gut gewesen, den TVH auf 22 Toren zu halten, als Manko müsse man jedoch die zahlreichen technischen Fehler und schlechten Abschlüsse sehen: „Wenn wir das diesmal minimieren können, haben wir glaube ich ganz gute Chancen.“

Einen offenen Schlagabtausch hält auch Teichmann für möglich und hofft auf eine konzentrierte Leistung ihres Teams. „Ich erwarte eine aufmerksame Deckung, dass wir gut verschieben und ein ordentliches Tempo spielen“, sagt sie. Wie genau ihr Kader aussehen wird, entscheidet sich wie so oft erst nach dem Abschlusstraining – was beim Gegner in Rotenburg nicht anders aussieht. Da hat Jaschinski derzeit sogar einige Sorgen: Gina Groth und Elisabeth Pippert sind nach wie vor angeschlagen und Anette Lusky und Stefanie Dehringer plagen Rückenprobleme.

Von Kristina Marth

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