Handball-Landesliga der Männer

TV Hersfeld siegt souverän: 40 starke Minuten reichen gegen Zierenberg

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Sven Wiegel traf sechsfach für den TV Hersfeld.

Die Landesliga-Handballer des TV Hersfeld haben nach der Niederlage in Wanfried eine Reaktion gezeigt und das Schlusslicht Zierenberg mit 32:29 besiegt.

Mund abwischen und den Blick nach vorn richten: Das dachte sich Trainer Christian Weiß wohl am Samstagabend nach dem Heimspiel seiner Landesliga-Handballer. Gegen Tabellenschlusslicht HSC Zierenberg zeigten die nämlich lange eine starke Leistung, ließen einen Vorsprung von beachtlichen elf Zählern in den Schlussminuten jedoch ordentlich schrumpfen. Am Ende schlug der TV Hersfeld den HSC Zierenberg 32:29 (19:10).

Eines vorweg: Der souveräne Sieg der Gastgeber geriet nie auch nur ansatzweise in Gefahr, auch wenn das Ergebnis letzten Endes anderes zumindest nicht ausschließen lässt. Nach knapp 40 Minuten geriet jedoch ein Bruch ins Spiel – den Trainer Weiß nicht gut heißen, aber doch erklären konnte. Insgesamt zeigte er sich daher zufrieden und lobte seine Spieler für ein über weite Strecken gutes Spiel.

Etwa zehn Minuten lang gelang es den Gästen mitzuhalten, ehe sich die Hersfelder einen klaren Vorsprung erspielten. Aus einer stabilen Deckung heraus fanden sie immer wieder Lösungen in der Offensive und trafen sowohl durch Gegenstöße als auch durch gute Abschlüsse im gebundenen Spiel.

Einen starken Rückhalt hatten sie zudem im Tor: Nachwuchskeeper Niklas Kürten, der diesmal über die gesamte Spielzeit zum Einsatz kam, zeigte eine prima Partie. „Da muss ich heute ausnahmsweise mal einen Spieler rausnehmen“, lobte Weiß. „Er hat wirklich ein tolles Spiel gemacht.“

Ein tolles Spiel hat der Hersfelder Trainer 40 Minuten lang auch vom Rest seiner Mannschaft gesehen. Von 10:6 nach einer Viertelstunde setzte sie sich bis zur Halbzeit bereits auf neun Zähler ab und lag nach rund 38 Minuten sogar mit 25:14 in Führung. Dann aber musste Jonas Rübenstahl, der das Spiel auf der Mittelposition bis dahin gut geleitet hatte, mit einer Fußverletzung auf die Bank und die Gäste kämpften sich in der Folge wieder ein Tor nach dem nächsten heran.

„Wir waren dann einfach zu wenige, sodass einige Jungs auf ungewohnten Positionen spielen mussten“, erklärte Weiß diesen Bruch im Spiel. Zudem habe Andi Krause zum Ende hin eine verdiente Auszeit erhalten – ein Aspekt, der sicherlich auch eine Rolle spiele. „Am Ende war das bestimmt nicht so schön anzusehen, was eigentlich nicht unserer Vorgabe entspricht – am Ende war die Luft aber einfach irgendwie raus und in der Situation war es nicht anders zu machen.“


TV Hersfeld: Kürten – Deppe 1, Rübenstahl 4, M. Krause 3, Förtsch 2, Räther 1, Remenski 1, Wiegel 6, A. Krause 6/1, Schott 8
HSC Zierenberg: J. Rudolph, Zimmermann – Schindehütte 5, Barthel 2, Weber, Feyh 1, Hörder 5/1, Stiegenroth 3, A. Rudolph 4, Rode 6/2, Spangenberg, Kunz 3
SR: Kaufmann/Neumann (Kahl/Hörstein)
Z: 250
Siebenmeter: 1/2 – 2/6
Zeitstrafen: 10 Min. – 2 Min.
Rote Karte: Hristijan Remenski (TVH, 52.), dritte Zeitstrafe

Von Kristina Marth

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