HANDBALL LANDESLIGA

Hersfelds Handballer in argen Personalnöten

Lukas Berger, Spieler des TV Hersfeld, wird im Spiel gegen Körle/Guxhagen von zwei Gegenspielern attackiert.
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Im Fallen: Der einzige echte Rückraumspieler des TV Hersfeld in Wanfried, Lukas Berger, hier im Spiel gegen Körle/Guxhagen.

Eine Woche nach dem ersten Sieg gegen das neue Schlusslicht Wollrode müssen die Handballer des TV Hersfeld auswärts antreten. Die Reise geht diesmal am Samstag zum VfL Wanfried, Anpfiff: 18 Uhr.

Bad Hersfeld – Mit dem ersten Erfolg im Rücken sollten die Hersfelder eigentlich mit etwas mehr Moral, Motivation und Mut diese Aufgabe in der Wanfrieder Schulsporthalle angehen. Schließlich beruhte der 27:24-Sieg gegen Wollrode auch auf einer starken kämpferischen Leistung. Und somit sollte eigentlich auch der Vierte Wanfried eine Mannschaft sein, die in Schlagdistanz liegt. Aber auch dem gelang der erste Erfolg gegen Rotenburg. Mehr Spannung geht eigentlich nicht – oder?

Doch im Vorfeld dämpft Christian Weiß alle Hoffnungen auf ein erneutes positives Resultat. „Die Punkte gegen Wollrode waren absolut wichtig für uns. Der Sieg sollte uns Anschub geben. Aber ich habe mal, bildlich gesprochen, Kassensturz gemacht und mir eine Liste derjenigen Spieler zusammengestellt, die mir am Samstag noch zur Verfügung stehen“, sagt der Trainer. „Ich komme auf sieben Feldspieler – plus die beiden Torhüter – macht zusammen neun.“

Neben den Spielern, die bereits die ganze Zeit fehlten, wie die Krause-Brüder, Tobias Kretz oder auch Marc Förtsch, der wegen einer Muskelverletzung bis zum Ende des Jahres ausfallen wird, gesellte sich am Samstag auch noch Jonas Rübenstahl hinzu, der sich gegen Wollrode eine Bänderdehnung im Knie zuzog, die zweite Hälfte fast komplett pausierte und so nur zu einem Treffer kam. Zudem fehlt auch Mark Petersen wegen einer Nierenentzündung. „Es ist ein echtes Trauerspiel, was sich da gerade bei uns personell tut“, sagt Weiß. „Am Samstag in Wanfried habe ich außer Lukas Berger keinen echten Rückraumspieler zur Verfügung. Ich rechne damit, dass dieses Spiel für uns nur eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen wird.“

Beim Erfolg gegen Wollrode rückte beispielsweise Sven Wiegel von Rechtsaußen auf Halbrechts. „Dafür, dass es nicht seine Stammposition ist, hat er seine Sache ordentlich gemacht“, lobt ihn Weiß. Dass sich Marco Kemmerzell, der am Samstag in der Abwehr aushalf, noch einmal zu einem Einsatz bewegen lässt, bezweifelt der Coach. Aufgrund der zahlreichen Verletzten ließ die Trainingsbeteiligung schon seit Wochen stark zu wünschen übrig. Und für Samstag wird es überdies schwer, Personal aus der zweiten Mannschaft zu bekommen, die fast zeitgleich bei Datterode/Röhrda/Sontra antritt „Es ist schade, dass sich keiner aus der Führungsriege bei uns mal blicken lässt und sich das einmal ansieht“, sagt der Coach. Und er schickt einen Blick in die Zukunft hinterher. „Ich bin mal gespannt, wie das im kommenden Jahr werden wird, wenn wir in der Abstiegsrunde spielen.“

Beim VfL hat Trainer Stefan Schröder trotz der personellen Lage großen Respekt vor dem TVH. Auch sein Team verbuchte zuletzt den ersten Sieg gegen Rotenburg. Schwer wiegt für die Wanfrieder der Ausfalls von Johannes Susebach, der mit starken Leistungen glänzte. Vier Spiele Sperre für die Blaue Karte im Spiel gegen die TGR – eine aus Sicht von Schröder völlig überzogene Strafe.

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