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Handball: TV Hersfeld geht gegen Hünfeld unter

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Starker Auftritt vor der Pause: Andreas Krause (rechts) warf acht Tore, sieben davon in der Anfangsphase der Begegnung.
Starker Auftritt vor der Pause: Andreas Krause (rechts) warf acht Tore, sieben davon in der Anfangsphase der Begegnung. © Friedhelm Eyert

Die Handballer des TV Hersfeld haben sich mit einer krachenden Niederlage in die Winterpause verabschiedet.

Bad Hersfeld - 25:35 (14:13) endete das Landesliga-Derby gegen den Hünfelder SV - nach einer ganz schwachen zweiten Hälfte der Hersfelder.

Zu Beginn der Partie hatten Zuschauer und Spieler des in der Vorwoche verstorbenen langjährigen TVH-Vorstandsmitglieds Mario Gronau gedacht.

Ohne Lukas Berger, Jonathan Kromm und David Schikarski zog sich der TVH zunächst gar nicht schlecht aus der Affäre. Während der gesamten ersten Hälfte lagen die Männer von Trainer Christian Weiß zumeist knapp in Führung. Das lag zum einen an Andreas Krause, dem sieben seiner insgesamt acht Treffer in den ersten 18 Minuten gelangen, und zum anderen am mehrfach klasse haltenden Torwart Niklas Kürten. Beileibe nicht jeder Wurf saß, aber das machten die Hünfelder nicht besser.

„Wir haben diese ordentliche Leistung nicht durchhalten können“, kommentierte Christian Weiß nach dem Spiel. Um dann deutlich zu werden: „Es gab keinen Spielfluss mehr, kein Zusammenspiel.“

Das traf es: Gegen einen Gast, dessen Spielanlage alles andere als überragend war, geriet der TVH nach der Pause erst deutlich in Rückstand, um in der Schlussviertelstunde völlig unterzugehen. Bis zum 18:19 (39.) blieben die Hersfelder dran, dann hatten sie den enorm flinken und zusehends konditionell überlegenen Hünfeldern nichts mehr entgegenzusetzen. Präzision und Entschlossenheit im Angriff gingen verloren, mit ungezählten technischen Fehlern luden sie ihren Gegner zu Tempogegenstößen ein, die der HSV, nun auch selbst konsequenter im Abschluss, dankend annahm. 22:24 stand es nach 45 Minuten, von da an brach das Spiel des TVH förmlich in sich zusammen. Am Kreis kein Durchkommen, aus dem Rückraum keine Wucht - ganze drei Treffer gelangen ihm noch, am Ende wurde es deutlich, weil Hünfelds Rechtsaußen Yannic Roth mächtig aufdrehte und Spielmotor Felix Kircher zunehmend die Fäden in die Hand nahm.

Zu allem Überfluss verlor der TVH noch Philipp Koch, einen seiner stärkeren Akteure am Samstagabend, durch eine Rote Karte nach Foul an Roth. Es war ein komplett gebrauchter Abend, an dem Christian Weiß deutliche Worte fand: „Wir haben den Anspruch, im Mittelfeld der Liga zu spielen. Dafür ist das zu wenig.“

TVH: Kürten, Hohmann - Kehl (2), Abad (3), Förtsch, Koch (5), Petersen (3), Becker (1), Henning (3), A. Krause (8/3), B. Krause, Thole. HSV: Krätzig - Sitzmann (2), Temburg, Bachus (7/1), Reuchsel (4), Schott (1), Schramm (3), Gute (4), Aha, Kaub, Sauerbier (4), Roth (4), Kircher (6). Rote Karte: Koch (TVH, 56.).

(Rainer Henkel)

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