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TVH überrascht mit Remis in Guxhagen

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Wichtiger Spieler beim TV Hersfeld: Marc Förtsch markierte bei seiner Rückkehr vier Tore vom Kreis.
Wichtiger Spieler beim TV Hersfeld: Marc Förtsch markierte bei seiner Rückkehr vier Tore vom Kreis. © Friedhelm Eyert

Guxhagen – Remis beim Spitzenreiter Körle/Guxhagen: Nach dem bisher schwachen Abschneiden in der Handball-Landesliga Männer hat die Mannschaft des TV Hersfeld am Samstag mit dem 23:23 (11:12)-Unentschieden eine kleine Sensation geschafft und dem Titelaspiranten bei dem Remis den ersten Punktverlust in dieser Serie beigebracht.

Christian Weiß war zum Schluss erleichtert über den Zähler, der aber nichts bringen wird, weil die Hersfelder mit ziemlicher Sicherheit in die Playdowns gehen werden und dort nur die Punkte mitnehmen, die sie gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte geholt haben. „Wir haben Charakter gezeigt, eine super Abwehr gespielt und uns auch nicht durch einen frühen Vier-Tore-Rückstand ins Bockshorn jagen lassen“, freute sich TVH-Coach Weiß über den unerwarteten Erfolg.

Möglich wurde der durch eine bärenstarke kämpferische Leistung. Weil Marc Förtsch seine Verletzung überstanden hat und wieder spielen konnte, gab es nicht nur vier Tore vom Kreis, sondern auch einige gute Impulse für die Deckung. Sicherheit für die in der Vergangenheit oft desorientiert wirkende Abwehr verlieh aber in der Schlussviertelstunde der reaktionsschnelle Torhüter Sascha Kepert, der aus dem Handball-„Vorruhestand“ wieder reaktiviert worden war. Kepert sowie den jungen Niklas Kürten lobte Weiß besonders. Sie hätten durch ihre Glanzparaden verhindert, dass Körle/Guxhagen nicht weiter hätte davonziehen können. Drei Tore Differenz waren das höchste der Gefühle für den Spitzenreiter, der insgesamt auf vier Stammspieler verzichten musste, darunter auch Eugen Gisbrecht, Denker und Lenker des Körler Spiels. Immer wieder kamen die Hersfelder heran, begünstigt aber auch durch einige Fehlwürfe und technische Fehler der Hausherren. So zum Beispiel in der 49. Minute als der sechsfache Torschütze Andreas Krause sowie Außenspieler Philipp Koch die Patzer dankbar aufnahmen und zum 19:20 und 20:21 verkürzten. Die Hoffnung auf ein positives Resultat stieg bei den Gästen, verlieh ihnen frischen Mut. Drei Minuten später war der wieder dahin. Erneut führte Körle mit drei Toren – Janik Lanatowitz hatte zweimal hintereinander getroffen. Andy Krause schaffte den Anschluss, Sven Wiegel den Ausgleich, obwohl der dreifache Torschütze Lukas Berger eine Zeitstrafe verbüßte. Zweimal noch wechselte der Ball die Seiten, Auszeit hier, Auszeit da – aber das Siegtor wollte nicht fallen.

Riesenpech hatte beim TVH im Vorfeld. Bei Jonas Rübenstahl war im Laufe der Woche ein Kreuzbandriss festgestellt worden.

Körle/Guxhagen: Wicke/Ebert – L. Griesel, Ruff (1), Ebert, Schlüter, Hillwig (1), Imke (1), Jul. Lanatowitz, Jan. Lanatowitz (4), Taube (1), Bachmann (4), N. Griesel (7/3), Schröder (4)

TV Hersfeld: Kürten/Kepert – B. Krause, Förtsch (4), Holzapfel (4), Remenski, Koch (4), Kepert, Becker, Wiegel (2), A. Krause (6/3), Thole, Kehl, Berger (3).

SR: Bechthold/Lambmann, Z: 50, Zeitstrafe: 4 – 10 Minuten, Siebenmeter: 4/3 – 5/3

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