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Frauenhandball: Topspiel in der Geistalhalle

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Da geht’s lang – vielleicht sogar in Richtung Oberliga: Hersfelds Trainerin Sabine Teichmann (Dritte von links) geht mit ihrer Mannschaft als Tabellenführer ins neue Jahr.
Da geht’s lang – vielleicht sogar in Richtung Oberliga: Hersfelds Trainerin Sabine Teichmann (Dritte von links) geht mit ihrer Mannschaft als Tabellenführer ins neue Jahr. © Friedhelm Eyert

Besser kann das Jahr nicht beginnen: Die Landesliga-Handballerinnen des TV Hersfeld erwarten am Samstag (15 Uhr) die HSG Twistetal in der Geistalhalle. Der Tabellenführer trifft auf den Zweiten.

Bad Hersfeld – Nur ein Punkt trennt beide Mannschaften vor dem Auftakt ins Jahr 2023. Mehr Topspiel geht also nicht. Sowohl der TV Hersfeld, als auch die Gäste aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg haben bislang nur eines ihrer zehn Saisonspiele verloren. Was etwas überrascht: Twistetal unterlag beim Tabellensiebten in Vellmar und leistete sich dann noch ein Remis beim Zehnten Böddiger/Brunslar.

„Sie spielen zuhause in einer sehr kleinen, engen Halle, in der viele Mannschaften nicht so gut zurechtkommen. Deshalb sind sie dort eine Macht“, weiß Hersfelds Trainerin Sabine Teichmann. Und sie weiß auch, dass sich mit den Gästen eine absolute Top-Mannschaft der Landesliga in Bad Hersfeld vorstellt. Platz drei war es in der vergangenen Saison – einen Platz zwischen eins und drei haben die Nordhessen diesmal als ambitioniertes Saisonziel ausgegeben. „Es wird ein sehr schweres Spiel, aber ich bin guten Mutes, dass wir in der Geistalhalle einen Vorteil haben. Wir wollen das Beste daraus machen und dann schauen wir mal, was dabei herauskommt“, sagt die Trainerin entspannt.

Erst am Mittwoch ist sie mit ihrer Mannschaft wieder ins Training eingestiegen. Zwei Einheiten sollen als Vorbereitung aufs Topspiel genügen. Zuvor haben sich Teile der Mannschaft mit Athletiktrainer Alai Barite fitgehalten – während andere zum Ski fahren waren. „Wir sind Amateursportler und über Weihnachten und Silvester soll jeder auch ruhig mal abschalten und ein bisschen Urlaub machen. Das brauche ich auch selbst“, sagt Teichmann und berichtet von einem Ski-Urlaub in Italien mit der ganzen Familie. Und zu Feiern gab es bei Teichmanns auch einiges: Neben Weihnachten und Silvester stand die Fete zum 30. Geburtstag von Sohn Luca an.

Doch zurück zum Handball. Mit nur knapp 20 Gegentoren pro Spiel hat Twistetal die mit Abstand beste Defensive der Liga. Mit ihrer überaus aggressiven Deckung kaufen sie vielen Gegnerinnen den Schneid ab. „Sie spielen eine knallharte 6:0-Deckung und haben eine gute Torfrau“, weiß Sabine Teichmann.

Im Angriff der Twistetalerinnen ist dagegen noch Luft nach oben. Dort schultert die junge, großgewachsene Kim Sophie Hering die Hauptlast und bringt es mit 69 Treffern auf ein Viertel aller Twistetaler Treffer. Zum Vergleich: Hersfelds Torjägerin Luisa Teichmann ist bislang 79 Mal erfolgreich.

Druck sieht Hersfelds Trainerin vor dem Spitzenspiel für ihre Mannschaft nicht. „Wir starten jetzt an sich bei null in die Rückrunde und wollen diese so gut bestreiten wie möglich“, sagt sie zurückhaltend. Auf Hannah Berg müssen die Hersfelderinnen dabei verzichten. Die Teamkapitänin plant einen längeren Auslandsaufenthalt.

Von Sascha Herrmann

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