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TVH zieht Tischtennis-Teams zurück

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Zusammengepackt: Die Tischtennisspieler des TV Hersfeld haben sich für die kommende Saison vom Wettkampf-Spielbetrieb zurückgezogen. Die Abteilung bleibt aber weiterhin bestehen.
Zusammengepackt: Die Tischtennisspieler des TV Hersfeld haben sich für die kommende Saison vom Wettkampf-Spielbetrieb zurückgezogen. Die Abteilung bleibt aber weiterhin bestehen. © David Kluthe/dpa

Wenn Mitte/Ende September die neue Tischtennis-Saison beginnt, wird man vergeblich nach Mannschaften des TV Hersfeld suchen. Der größte Sportverein des Kreises mit über 1000 Mitgliedern hat seine Tischtennisabteilung vom Spielbetrieb abgemeldet.

Bad Hersfeld - Lothar Weidmann bestätigt das – und klingt dabei nicht besonders glücklich. „Ja, es ist richtig. Wir haben erstmals seit Jahren keine Mannschaften für den Wettbewerb gemeldet. Das ist natürlich bedauerlich“, sagt der 71-jährige Abteilungsleiter, der selbst aktiver Tischtennisspieler ist, zuletzt aber aufgrund orthopädischer Probleme für längere Zeit hatte pausieren müssen. Zwei Hersfelder Herrenmannschaften waren kürzlich in der 2. und 3. Kreisklasse aktiv. Auch zwei Schülermannschaften bestritten die vergangene Saison, bis zu deren neuerlichen Abbruch aufgrund der Pandemie. Etwa 30 aktive Mitglieder zählte die Tischtennisabteilung des TVH.

Corona sei auch der wesentliche Grund, warum man sich zunächst aus dem Wettkampfsport verabschiede, berichtet Weidmann. Ältere Spieler hätten aufgehört, zudem habe die Nummer eins, Erwin Kramer, den TV Hersfeld in Richtung TSV Sorga verlassen. Andere Spieler hätten sich ebenfalls neue Vereine gesucht. „Es gab auch einige Spieler von außerhalb, für die wir Fahrtkosten hätten bezahlen müssen. Das können wir uns nicht leisten“, berichtet Weidmann.

Unter diesen Umständen sei es vernünftig, zunächst keine Mannschaften zu melden. Vor allem um die Nachwuchsspieler tut es dem Juristen in Ruhestand leid. „Machen wir uns nichts vor. Das Ziel eines jeden Mannschaftssportlers ist nun einmal, sich im Wettbewerb mit der Konkurrenz zu messen“, sagt er.

Der Rückzug aus dem Spielbetrieb bedeutet aber nicht das Aus für den Tischtennissport beim TV Hersfeld. Das stellt auch dessen Vorsitzender Gunter Grimm klar. „Wir wollen die Tischtennisabteilung in Ruhe neu aufbauen und haben dafür Günter Ogroske als Trainer gewonnen“, berichtet er. 23 Mitglieder gehören zurzeit der Abteilung an. „Unser großes Ziel ist natürlich, so bald wie möglich wieder am Wettkampf-Spielbetrieb teilzunehmen“, sagt Grimm, der Erste Stadtrat. Tischtennis-Dino Günter Ogroske, der sich 2020 erneut dem TVH angeschlossen hatte und von den Sportfreunden Kleinensee kam, ist den älteren Tischtennisfreunden sicher noch als Top-Spieler aus den 70er und 80er-Jahren bekannt.

Trainiert wird beim TV Hersfeld in der Jahnhalle montags ab 16 Uhr (Schüler und Jugendliche) sowie freitags ab 19 Uhr – dann stehen die Jugendlichen und Senioren an den Tischen. Interessierte und auch Neueinsteiger seien jederzeit willkommen. Vorsichtig optimistisch sagt Lothar Weidmann: „Wir wollen uns jetzt erst einmal stabilisieren, und dann sehen wir weiter.“ (Sascha Herrmann)

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