Uwe Bein war mit seiner Fußballschule zwei Tage lang beim TV Bergheim zu Gast

Üben mit dem Weltmeister

Da geht’s lang: Uwe Bein erklärt dem Fußball-Nachwuchs in Bergheim eine der vielen Übungen, die bei dem Trainingscamp auf dem Programm standen. Foto: zmp

Edertal-Bergheim. Einmal richtig professionell trainieren, mit einem Fußballer, der schon bei Weltmeisterschaftenmitgespielt hat: Dieser Traum ging am Montag und Dienstag für 51 Nachwuchs-Kicker zwischen sechs und 14 Jahren in der Edertaler Großsporthalle in Erfüllung.

Joachim Schmidt vom TV Bergheim war es bereits zum fünften Mal gelungen, Weltmeister Uwe Bein mit seiner Fußballschule ins Edertal zu holen. Vier Trainingseinheiten wurden an bei den Trainingstagen absolviert. Dank Sponsoren blieb der Teilnehmerbetrag im kleinen Rahmen, neben freier Verpflegung gab es noch einen Trainingsanzug für die Teilnehmer.

Die Trainer der Fußballschule, darunter vom Thüringer Fußballverband Cheftrainer Wolfgang Bartusch, zeigten ein altersgerechtes Training, mit dem sie den Nachwuchstalenten vor allem Freude am Fußball vermitteln wollten. Und das gelang ihnen auch eindrucksvoll: Das Training fand an diversen Stationen statt und zapfte die Grundlagen der fußballspezifischen Ausbildung an. Es war abwechslungsreich, machte Spaß und begeisterte.

Doch nicht nur für die großen Talente ist die Fußballschule gedacht. „Jeder, der Spaß und Interesse am Fußball hat, ist bei uns willkommen“, so Uwe Bein. Also ein Training nicht nur für Auswahlspieler. In Bergheim waren Teilnehmer bereits zum vierten Mal dabei, darunter auch Mädchen.

Übungen für die Beweglichkeit und Koordination, die Ausdauer oder die Festigung des Ballgefühls standen imMittelpunkt. „Der Spaß steht bei uns klar im Vordergrund. Wir machen viel mit dem Ball und haben viele jugendgerechte Übungen im Programm. Die Kinder sollen gern zum Training kommen“, so der 50-jährige Ex-Bundesligaprofi.

Seit mehr als zehn Jahren leitet Uwe Bein die Fußballschule, zusammen mit sieben bis acht anderen Trainern, darunter den Ex-Bundesligaprofis Frank Greiner und Harald Spörl. Für Bein stand nach Ende seiner Karriere fest, „dass ich irgendwo im Jugendbereich etwas machen möchte, was mir Spaß macht. Ich will meine Erfahrung an die Kinder weitergeben.“

Eine große Aufgabe in einer Zeit, in der die Kinder lieber vor dem Fernseher oder Computer sitzen. Immer mehr Übungsleiter schlagen Alarm, weil die Bewegungsfähigkeit der Kinder abnimmt. Uwe Bein hat das auch schon festgestellt.

„Ein Beispiel: Wenn ich 50 Kinder vor mir sitzen habe, die einen Purzelbaum schlagen sollen, ist die Zahl derer, die es nicht schaffen, beängstigend hoch. Bei mindestens zehn Kindern muss man Angst haben, dass sie sich den Hals brechen. Deshalb machen wir in der Fußballschule auch viele koordinative Übungen.“ Mit der Fußballschule hat Uwe Bein im Jahr 30 bis 40 Termine. Ansonsten steht er auch noch als Spieler der „Uwe-Seeler-Traditionself“ auf dem Platz.

Im Winterhalbjahr ist es etwas ruhiger. Dann hat er Zeit für seine Hobbys, wie zum Beispiel das Golfen. Dort trifft er sich auch mit Heribert Bruchhagen, Bernd Hölzenbein oder andere Eintracht-Größen. Im Stadion in Frankfurter Stadtwald ist der Weltmeister 1990 auch häufig zu Gast.

Wiedersehen im August

Talente, die in der Fußballschule auffallen, werden natürlich weitergefördert. „Die laden wir auch gern zu weiterführenden Auswahllehrgängen ein. Da winkt auch schon einmal ein Turnier im Ausland“ verrät Bein. Bereits im August ist Uwe Bein wieder im Waldecker Land. Dann feiert der TuS Kleinern seinen 100. Geburtstag. Und im Programm steht am 3. und 4. August wieder ein Besuch der Fußballschule. (zmp)

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